Horny and Tipsy: So verändert Alkohol Euren Sex

Party, Promille, Patzer und Potenzprobleme.

Vielleicht ist es ja schon mal vorgekommen, dass Ihr den einen oder anderen Drink auf einer Party konsumiert habt. Könnt Ihr Euch noch erinnern, was dann passiert ist? Hoffentlich! Möglicherweise habt Ihr sehr expressiv getanzt, Eurem Schwarm endlich gesagt, wie heiß er ist oder einem Unbekannten Euer intimstes Geheimnis erzählt? Alkohol erreicht das Gehirn und sorgt hier dafür, dass sich die Übertragung von Informationen zwischen den Nervenzellen verändert. Ihr seid bereiter Risikos einzugehen, Eure Redaktionen sind verlangsamt und Ihr seid eindeutig enthemmt und nehmt das Ruder in die Hand. Das gilt allerdings nur für geringe Mengen. Denn auch wenn es sich so anfühlt, man steigert dieses Gefühl und das eigene Selbstbewusstsein nicht dadurch, dass man immer mehr in sich hineinkippt. Danach werden die körperlichen und geistigen Einschränkungen einfach nur stärker. Gut, gehen wir aber mal davon aus, dass Ihr ein wenig Alkohol konsumiert habt. Aber was bedeutet das für den Sex?

Sexyness vs. Selbstüberschätzung
Alkohol kann dazu führen, dass Ihr Euch plötzlich selbstsicher, total lustig und sehr sexy fühlt. Ihr erwischt Euch dabei, dass Ihr im Bett plötzlich total wild sein, ganz neue Sachen ausprobieren möchtet und so richtig aus Euch herausgeht. Spricht erst mal nichts dagegen, aber checkt erst mal die Bedingungen, bevor Ihr Euch austobt. Wer ist der/die andere im Bett? Würdet Ihr auch nüchtern in dieser Situation stecken bzw. könnt Ihr jetzt schon vermuten, dass Ihr es morgen bereut? Dann lasst es! Plötzlich habt Ihr kein Problem mehr damit, gefilmt zu werden, ungewohnte Techniken auszuprobieren oder Euch auf einen flotten Dreier einzulassen? Zieht Euch noch mal aufs Klo zurück, spritzt Euch etwas Wasser ins Gesicht und gebt Euch eine Minute, um das was passiert möglichst klar einzuschätzen. So vermeidet Ihr, am nächsten Morgen neben Gollum aufzuwachen oder Euch selbst auf YouTube wiederzufinden.

*Filmriss: Kein Hollywood-Moment *
Wenn Ihr an letzte Nacht denkt, habt Ihr noch eine wage Idee, aber so richtig könnt Ihr nicht nachvollziehen, was passiert ist? Ziemlich uncool, denn wenn es so weit ist, müsst Ihr richtig gebechert haben. Damit habt Ihr Euren Körper, vom Kopf bis zum Bauch, ganz schön mies behandelt. Die Strafe wird bestimmt ein mieser Kater. Allerdings gibt es Dinge, die nicht nach einem Tag verschwinden. Wisst Ihr noch, was abging? Habt Ihr verhütet und Euch im Moment der Euphorie davon überzeugen lassen, dass Kondome Quatsch sind? Danger! Denn neben ungewollter Schwangerschaft ist so die Gefahr, sich eine sexuell übertragbare Krankheit einzufangen extra hoch. Das ist keinen Schwips wert!

>>> Darum habt Ihr nach einem Kater mehr Lust auf Sex.

Performance-Ängste
Euphorie, Geilheit, weniger Hemmungen: Kann Spaß machen, sich ab und zu mal was zu genehmigen. Für den Sex bedeutet das aber ab einem gewissen Promillewert, dass Eure Empfindungen gedämpft werden. Das Lustempfinden kann gedämpft werden, was bei Frauen zu trockener Scheide und bei Männer zu Erektionsstörungen führt. Oh oh! Wenn untenrum nichts geht, führt das häufig dazu, dass man richtig nervös wird und um das zu überspielen noch mehr reinschüttet. Ein Teufelskreis! Allerdings gibt`s auch gute Nachrichten, denn der Sex dauert tendenziell länger, wenn auch das absolute High ausbleibt.

Wir wollen jetzt nicht die Moralkeule rausholen und Euch schon gar nicht zu absoluter Abstinenz verdonnern. Vielmehr geht darum, dass Ihr Euch mal ein paar Gedanken macht, bevor Ihr in den Pina Colada Rausch verfallt. Es kann durchaus spannend sein, sich locker zu machen und die eigenen versteckten Wünsche zu erkunden. Aber kennt Euer Limit. Das ist nix Neues.

Alles kann, nichts muss. Pina Colada und Lakensport ist ein Maybe, kein Must.

Freitag, 25. Mai 2018