Ab jetzt erkennt auch Indien ein drittes Geschlecht an!

Ein echter Fortschritt? Erfahrt wieso diese Entscheidung die indische LGBT-Community hoffen lässt.

Erst vor Kurzem hat sich Norrie May-Welby in Australien das Recht erkämpft, nicht als Mann und nicht als Frau, sondern als Neutrum zu gelten. Am Dienstag hat nun auch der Oberste Gerichtshof Indiens entschieden, dass ab sofort in offiziellen Dokumenten, wie Ausweisen und Führerscheinen, ein drittes, neutrales Geschlecht angegeben werden kann.

Eine Entscheidung, die Indiens LGBT-Aktivisten mit Hoffnung in die Zukunft sehen lässt. Denn erst im Dezember des letzten Jahres erklärte der Oberste Gerichtshof den 2009 für verfassungswidrig erklärte Paragraf 377 wieder für rechtsmäßig. Der Paragraf 377 ist ein altes britisches Kolonialgesetz, das Homosexualität unter Strafe stellt. Somit ist Homosexualität in Indien wieder illegal und kann mit Gefängnis bestraft werden. Die indische Aktivistin Laxmi Narayan Tripathi ist deswegen umso glücklicher über die aktuellen Fortschritte in ihrem Land:

‘Heute bin ich zum ersten Mal stolz, eine Inderin zu sein.’

Das Gericht entschied übrigens auch, dass Transgender als sozial und wirtschaftlich rückständig angesehen werden. Hört sich erst mal krass an, doch diese Entscheidung bringt viele Vorteile. Denn als benachteiligte Gemeinschaft, haben Transgender nun Anspruch auf spezielle staatliche Unterstützungen und bekommen unter anderem leichter Zugang zu Bildungseinrichtungen.

Das sind doch mal wirklich sehr positive Neuigkeiten aus Indien! Wenn Ihr mehr LGBT-News wollt, dann findet Ihr sie hier!

Donnerstag, 17. April 2014