Homophobie im Profisport! Robbie Rogers spricht offen über die fehlende Akzeptanz von LGBT-Sportlern

Warum der Profi-Fußballer nach seinem Coming-out eine Outing-Kettenreaktion erwartet hat, erfahrt Ihr hier!

Zurzeit ist der amerikanische Fußballstar Robbie Rogers der einzige offen homosexuelle Sportler, der aktiv in einer US-Profiliga spielt. Auch in Deutschland gibt es nur wenige Sportler, die sich während ihrer aktiven Zeit zu ihrer Homosexualität bekennen. Die meisten Profis wagen den Schritt zum Outing erst, nachdem sie sich von ihrer Profi-Karriere verabschiedet haben und in Sportlerrente gegangen sind. Auch Thomas Hitzlsperger outete sich erst nach dem Ende seiner Zeit als aktiver Fußballspieler.

“Um ehrlich zu sein, als ich mich outete und Jason und Michael, dachte ich, es würde eine Kettenreaktion geben. Es war aber um einiges langsamer. Das erinnert mich wieder daran, wie groß das Problem von Homophobie in der Sportkultur ist. Sie fühlen sich damit nicht wohl.”

>>> Marcus Wiebusch singt über Homophobie im Fußball!

In einem Interview mit The Associated Press sprach Robbie Rogers gerade offen über das Problem von Homophobie im Profisport. Natürlich auch, weil der Fußballspieler gerade sein erstes Buch veröffentlicht hat. In “Coming Out To Play” erzählt er nicht nur von seinen Erfahrungen mit Homophobie im Fußball, sondern auch über seinen persönlichen Kampf mit seiner Homosexualität.

“Als ich aufwuchs, hörte und sah ich einiges, dass mich denken ließ, schwul zu sein wäre schlecht, fehlerhaft und sündig.”

Es war ein langer Weg, bis Robbie Rogers zu seiner Sexualität stehen konnte. Ab und zu datete er Frauen, um den Fragen seiner Fußballkollegen und seiner Familie aus dem Weg zu gehen. Der Sportler hatte nicht das Gefühl, er sei in einer sicheren Umgeben, um offen über seine Homosexualität zu sprechen. Zum Glück hat er aber einen Weg und jede Menge Mut gefunden, um sich als aktiver Fußballer zu outen. Ein ewiges Versteckspiel kann keinem Menschen gut tun.

>>> Der Ruder-Club der Warwick-Universität zieht blank gegen Homophobie!

Mit ihrem Outing tragen erfolgreiche Sportler stark dazu bei, die Stimmung im Profisport zu ändern. Klar, jeder muss tun, womit er sich wohlfühlt, doch Robbie Rogers hofft, dass sich bald mehr Profisportler outen werden.

“Es gibt eine große Anzahl von schwulen Männern im Profisport, die sich aber nicht outen. Am Ende geht es einfach darum, dass die Jungs sich outen und so die Atmosphäre ändern. Aber zunächst muss ein Umfeld geschaffen werden, in dem sich die Jungs wohlfühlen.”

>>> Mehr LGBT-News gibt's hier!

Mittwoch, 26. November 2014