Shailene Woodley stellt sich in "Die Bestimmung – Divergent" dem Spartendenken

Die nächste große Buchverfilmung oder ein müder Abklatsch von "Die Tribute von Panem"?

Der Aufstieg von Katniss Everdeen inspiriert anscheinend nicht nur die unterdrückte Bevölkerung von Panem. Auch in den Chefetagen Hollywoods ist der Siegeszug der Tribute nicht unbemerkt vorbei gegangen. Die Traumfabrik schickt jetzt die nächste Heldin gegen ein unfaires Gesellschaftssystem in den Kampf. Wird hier also nur auf der Erfolgswelle der Panem-Saga geritten oder hat “Die Bestimmung – Divergent” mehr zu bieten?

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Beatrice Prior (Shailene Woodley) lebt im abgeschotteten Chicago der Zukunft. Wie alle anderen 16-Jährigen muss sie sich einem Test stellen, dessen Ergebnis ihre zukünftige Rolle in der Gesellschaft bestimmt. Diese unterteilt sich in die selbstlosen Altruan, die furchtlosen Ferox, die gelehrten Ken, die freimütigen Candor und die friedfertigen Amite. Doch Beatrices Test ist nicht eindeutig. Sie ist fortan eine Unbestimmte. Um nicht aufzufallen, schließt sie sich den Ferox an. Hier hat sie nicht nur mit dem harten Aufnahmetraining zu kämpfen, sondern verguckt sich auch noch in ihren Ausbilder Four (Theo James). Derweil droht der Frieden zwischen den Fraktionen zu bröckeln.

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Löblich das „Die Bestimmung“ versucht, eine Geschichte um Sinn und Unsinn von vorherbestimmten Gesellschaftsrollen zu erzählen. Die Story ist allerdings nicht so ausgefuchst, wie sie gerne sein würde und die knapp 2 1/2 Stunden haben durchaus ihre Längen. Auch die Qualität der Inszenierung schwankt. Während in einem Moment das Chicago der Zukunft mit verwitterten Skylines und umgeben von einem riesigen Zaun begeistert, wirkt es im nächsten Moment merkwürdig klein und unbewohnt. Immerhin funkt es auf der Leinwand zwischen Shailene Woodley und Theo James genug, so dass Romantiker auf ihre Kosten kommen.

Fazit:
Da das Blockbuster-Kino immer noch mit männlichen Helden überlaufen ist, kommt eine weitere toughe Dame, die das Sci-Fi-/Action-Genre aufmischt, nur recht. „Die Bestimmung“ muss sich aber wegen vieler Gemeinsamkeiten den Vergleich mit „Der Tribute von Panem“ gefallen lassen und da zieht der Film eindeutig den kürzeren. Mal sehen, was die bereits angekündigte Fortsetzung bringt.

Freitag, 11. April 2014