Die Wahrheit über "Fifty Shades of Grey": So skandalös ist der Film wirkich

Wie hart? Wie lange? Wie nackt? Alle Antworten auf die Fragen, die Euch zur Verfilmung auf der Zunge brennen.

Fifty Shades of Grey” feierte gestern Weltpremiere auf der Berlinale, kurz davor habe ich den Film bereits in einer Pressevorführung gesehen. Wie weit geht die Verfilmung wirklich und lohnt sich das Kino-Ticket? Hier kommen die Antworten.

Wie viel Sex steckt im Film?
Von den zwei Stunden Laufzeit nehmen die Sexszenen nur ca. 15 Minuten ein. Anastasias erstes Mal mit Mr. Grey ist auf der Kinoleinwand z.B. schon nach zwei Minuten zu Ende. Der Film konzentriert sich stattdessen mehr auf die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren und ihre gegenseitigen Machtspiele.

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Wie authentisch geht es zur Sache?
So authentisch, wie Sex in Hollywood-Filmen meistens ist: Kein Schweiß, keine Orgasmen, verdeckte Intimbereich. In “Fifty Shades of Grey” gibt es nicht mehr zu sehen als in HBO-Serien wie “True Blood” oder “Game of Thrones”.

Wie hart wird im “Playroom” gespielt?
Anastasias und Christians Bondage-und-Sadomaso-Abenteuer gehören eher zu sanften und romantischen Art. Es wird mit dem Lederriemen mehr gestreichelt als geschlagen, erst gegen Ende wird es etwas härter. Striemen oder ähnliches sind ebenfalls nie auf der nackten Haut zu sehen. Im Vergleich zu den z.B. krassen Darstellungen in Lars von Triers “Nymphomaniac” ist das wirklich nur Kuschel-BDSM.

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Sind die Hauptdarsteller gut?
Ohne das Buch zu kennen, würde ich sagen, dass sowohl Dakota Johnson als auch Jamie Dornan gut in ihre Rolle passen und das Beste aus den Figuren rausholen, was möglich ist. Beide drücken sich auch nicht davor, sich nackt zu zeigen, Jamie Dornan (bzw. sein Körper) wird dabei aber eindeutig als Highlight inszeniert.

Muss man den Film gesehen haben?
Fans des Buches kommen sicher nicht darum herum. Die Schauspieler und ein mit etwas Humor aufgepepptes Drehbuch sind die stärksten Argumente. Wer auf ausgiebigen Leinwand-Sex hofft, wird aber womöglich enttäuscht sein. Außerdem endet der Film ohne – Achtung! – richtigen Höhepunkt. Wer bis jetzt nichts mit “Fifty Shades of Grey” anfangen konnte, der wird seine Meinung auch durch den Film nicht ändern.

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Donnerstag, 12. Februar 2015