#FreeBleeding: Warum immer mehr Frauen keine Tampons, Binden & Co. benutzen, sondern ihre Periode "laufen lassen"

Könnt Ihr es Euch vorstellen, keine Hygieneartikel wie Tampon, Binden, Menstruationsslips, Menstruationstassen & Co. zu benutzen?

Oh Schreck, da war der Tampon wohl doch zu voll und es ist wortwörtlich in die Hose gegangen. Aber schämen muss man sich für seine Periode nicht, schließlich menstruiert etwa dir Hälfte der Weltbevölkerung. Daher sind Binden, Tampons, Menstruationstassen und auslaufsichere Slips eine echte Bereicherung und Hilfe im Alltag. Und obwohl die Hygieneartikel für menstruierende Personen eine echte Erleichterung sind, ist es auf der anderen Seite total irrsinnig, dass sie mit 19% besteuert sind. Somit also zu Luxusgütern gehören.

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Auf Dauer kann das ganz schön teuer werden. Es reicht ja nicht, dass Frauen im Schnitt 21% weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen und Frauenartikel (Duschgel, Shampoo, Rasierklingen) allgemein teurer sind. Nein, Hygieneartikel müssen ein Luxusgut sein, obwohl sie zu jeder normalen Basisvorsorge gehören. U.a. daher kommt auch der aktuelle Trend des #FreeBleedings: Menschen, die keine Hygieneartikel während ihrer Regel benutzen. Gar keine.

Wie das Ganze funktioniert? Die Uterus menstruiert nicht ständig, sondern in Zyklen. Daher wird immer in bestimmten Zeitabständen Blut aus der Vagina gestoßen, das sich als Ziehen bemerkbar macht. Wenn man dieses Gefühl bemerkt, sollte man auf Toilette gehen und den Unterleib entspannen, um das Blut abfließen zu lassen.
Der Trend bedeutet nicht, gänzlich auf Hygieneartikel zu verzichten, sondern viel mehr ein Gefühl für seinen Körper zu bekommen. Außerdem reduziert man somit Müll und vermeidet Schadstoffe und Toxine (die u.a. in Tampons und Binden enthalten sind).

Den Gedanken dahinter verstehe ich ja, aber ganz anfreunden kann ich mich nicht damit, nicht nur, weil ich nicht immer merke, wann Blut abfließt. Was denkt Ihr?

via Refinery29

Donnerstag, 05. April 2018