Deichkind

Gepostet:
09.09.2010

Deichkind ist eine Hamburger Hip-Hop- und Electro-Formation. Neben Sänger und MC Philipp Grütering ist seit Mitte 2008 Ferris MC als „Ferris Hilton“ Teil der Band. Bei ihren Shows wird die Band von ihrem Tour-DJ Phono unterstützt.

Die Band hatte ihre größten Erfolge um die Jahrtausendwende und konnte durch ihre Vorreiterrolle im Bereich des Elektro-angelehnten Hip-Hop-Sounds ihrer letzten Alben 2008 mit Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah) und Arbeit nervt weitere Charthits landen.

Charakteristisch für die Hamburg-Bergedorfer Band sind die Texte, die meist ironisch-humorvoll bzw. prollig, aber von

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Biografie

Deichkind ist eine Hamburger Hip-Hop- und Electro-Formation. Neben Sänger und MC Philipp Grütering ist seit Mitte 2008 Ferris MC als „Ferris Hilton“ Teil der Band. Bei ihren Shows wird die Band von ihrem Tour-DJ Phono unterstützt.

Die Band hatte ihre größten Erfolge um die Jahrtausendwende und konnte durch ihre Vorreiterrolle im Bereich des Elektro-angelehnten Hip-Hop-Sounds ihrer letzten Alben 2008 mit Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah) und Arbeit nervt weitere Charthits landen.

Charakteristisch für die Hamburg-Bergedorfer Band sind die Texte, die meist ironisch-humorvoll bzw. prollig, aber von Zeit zu Zeit auch ernst bis hin zu melancholisch sind. Auf den beiden ersten CDs haben hörspielartige Zwischenspiele, sogenannte Skits, ihren festen Platz, bei denen es sich meist um nachgespielte Szenen aus dem Hamburger Alltag (spontaner MiniDisc-Mitschnitt auf der Hamburger Reeperbahn, ein Beschwerdeanruf des missmutigen Nachbarn Günther etc.) handelt.

Deichkinds Durchbruch im Mainstream markierte das 2000 erschienene Bon Voyage (feat. Nina), das unter anderem massives Airplay auf MTV und VIVA bekam. 2002 knüpfte man mit der Single Limit an diesen Erfolg an.

Mit dem Stück Electric Super Dance Band nahm Deichkind beim Bundesvision Song Contest 2005 teil. Die Single zeichnete sich erstmals durch schnelle, elektronische Beats aus und läutete so einen Stil ein, den Deichkind selbst als „Tech-Rap“ bezeichneten. Die Band setzte weiter auf schräge bis groteske Texte und eine ebensolche Bühnenshow, in der sie mit Klarsichtfolie, Plastiksäcken, grünleuchtenden Knicklichtern und einer Menge Klebeband bekleidet auftreten. Konzeptionell wie musikalisch wurden auch Punk-Einflüsse immer deutlicher. Der Klang war wesentlich schneller und Break-lastiger als bisher, was sich auch auf dem Album Aufstand im Schlaraffenland (Mai 2006) fortsetzte. Dies zeigte sich auch in den Remixen der Single Remmidemmi (Yippie! Yippie! Yeah), die vom Produzenten-Duo Egoexpress und Scooter beigesteuert wurden. Der Hang der Band zum Experimentieren zeigte sich z.B. auf dem Album Noch Fünf Minuten, Mutti, das einen Titel (Da Wo) enthält, der zusammen mit dem Countrygeiger Lucious von Truck Stop aufgenommen wurde.

Zuletzt feierte Deichkind als Vorreiter des Elektro-lastigen Sounds in Deutschland wieder größere Erfolge und galten als „Inspiration vieler deutscher Hip-Hop-Protagonisten, die sich in jüngster Vergangenheit dem Elektro zuwenden.“

Am 21. Februar 2009 verstarb Sebastian „Sebi“ Hackert, Produzent der Band, im Alter von 32 Jahren in seiner Wohnung. Da er „maßgeblich mitverantwortlich“ für die musikalische Ausrichtung der Band war, ließen die Bandmitglieder zunächst offen, ob sie nach den bereits feststehenden Festivalauftritten im Sommer des Jahres die Band weiterführen wolle. Nach den Festivalauftritten entschied man sich allerdings zur Fortführung von Deichkind.

Nach Beendigung der Tour Ende 2009 wollte Deichkind ein Theaterstück mit dem Namen „Deichkind in Müll – eine Diskurs-Operette“ auf die Bühne bringen. Dabei drehte sich alles um die Geschichte der Band und ihrer Entstehung. Ein neues Album ist für 2011 geplant.

Das Stück „Remmidemmi (Yippie Yippie Yeah)“ vom Album „Aufstand im Schlaraffenland“ wurde als Single ausgekoppelt und avancierte zu einem der erfolgreichsten Titel der Band. Das Lied belegte Platz 68 in den deutschen Singlecharts und war insgesamt 15 Wochen unter den Top 100. In den Jahrescharts der Spex belegte das Stück Platz 4 bei den Kritikern und Platz 3 bei den Lesern, in den Kritiker-Jahrescharts der Intro belegte es Platz 2. Später wurde der Song von der Band Fotos, von Nena (auf deren Album „Cover Me“) und von Pete Blume, sowie von Egotronic gecovert.

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