Obituary (engl. für Nekrolog; Nachruf) ist eine Death-Metal-Band aus Tampa, Florida. Sie gehört zu den wichtigen und einflussreichen Vertretern des Florida Death Metals.
1984 gründeten die Brüder Donald (* 28. Januar 1970) und John Tardy (* 15. März 1968) in Brandon (Florida) die Band unter dem Namen Executioner und veröffentlichten Anfang 1985 ein Demo mit dem Titel „Metal Up Your Ass“. Nach verschiedenen Line-up-Wechseln kamen die Gitarristen Allan West und J.P. Chartier von Massacre sowie Bassist Jerome Grable hinzu. In dieser Besetzung wurde 1986 das zweite Demo aufgenommen. Chartier und
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Biografie
Obituary (engl. für Nekrolog; Nachruf) ist eine Death-Metal-Band aus Tampa, Florida. Sie gehört zu den wichtigen und einflussreichen Vertretern des Florida Death Metals.
1984 gründeten die Brüder Donald (* 28. Januar 1970) und John Tardy (* 15. März 1968) in Brandon (Florida) die Band unter dem Namen Executioner und veröffentlichten Anfang 1985 ein Demo mit dem Titel „Metal Up Your Ass“. Nach verschiedenen Line-up-Wechseln kamen die Gitarristen Allan West und J.P. Chartier von Massacre sowie Bassist Jerome Grable hinzu. In dieser Besetzung wurde 1986 das zweite Demo aufgenommen. Chartier und Grable verließen die Band und wurden durch Trevor Peres und Daniel Tucker ersetzt. Weil die New Yorker Hardcore-Band Executioner gerade ihr Debütalbum veröffentlicht hatte, benannte sich das Quintett im Sommer 1987 in Xecutioner um. Unter diesem Namen nahm die Band ein weiteres Demo auf und war neben Sadus und R.A.V.A.G.E. an einem Sampler unter dem Titel „Raging Death“ beteiligt. Aus den drei beteiligten Bands wählte Roadrunner Records Xecutioner aus und nahm sie unter Vertrag. Unter Leitung von Scott Burns wurden 1988 im Morrisound-Studio vier neue Titel aufgenommen, die Anfang 1989 zusammen mit den Stücken vom „Raging Steel“-Sampler als Debütalbum „Slowly We Rot“ erschienen. Kurz vor der Veröffentlichung benannte sich die Band in Obituary um.
Im Sommer 1989 wurde das Debütalbum veröffentlicht und stieß sowohl bei Kritikern als auch bei Fans auf durchweg positive Kritiken. Kurz nach Veröffentlichung des Albums verschwand Bassist Daniel Tucker spurlos, tauchte aber nach einigen Monaten wieder auf. Auf Grund seines psychisch labilen Zustandes sah sich die Band gezwungen, sich nach einem neuen Bassisten umzusehen, den sie in Frank Watkins von Hellwitch fanden. Anfang 1990 musste Gitarrist Allen West aus persönlichen Gründen die Band verlassen und erst kurz vor dem Beginn der Aufnahmen zum zweiten Album „Cause Of Death“ konnte James Murphy von Death als Leadgitarrist verpflichtet werden, sodass die Scheibe Ende dieses Jahres erschien. Als Hommage an ihre Vorbilder Celtic Frost enthält das Album eine Coverversion von „Circle of the Tyrants“.
Anfang 1991 verließ James Murphy die Band wieder und wechselte zu Cancer. Mittlerweile hatte Allen West seine familiären Probleme geklärt und kehrte zur Band zurück und es folgte eine Europa-Tour mit Demolition Hammer und Morgoth. Danach begann die Band damit, die Stücke zum dritten Studioalbum „The End Complete“ zu schreiben, das 1992 veröffentlicht wurde. Es ist bis heute das kommerziell erfolgreichste Album der Bandgeschichte. Auf der folgenden Tournee mit Napalm Death schlossen sich Trevor Peres und Donald Tardy dem Projekt Meathook Seed an und nahmen 1993 „Embedded“ auf, bevor 1994 das vierte Obituary-Album „World Demise“ erschien. Die Verkaufszahlen dieses Albums reichten allerdings nicht an die von „The End Complete“ heran und der kommerzielle Durchbruch blieb weiter aus. Bereits kursierende Gerüchte, dass die Band sich aufgelöst hat, wurden von der Plattenfirma stets dementiert. 1997 erschien schließlich „Back From The Dead“, das erstmals nicht unter der Leitung von Musikproduzent Scott Burns und außerhalb von Tampa in Miami aufgenommen wurde. Nachdem Anfang 1998 noch ein Live-Album erschienen war, beschlossen die Musiker, die Band für einige Zeit auf Eis zu legen. Hauptgründe dafür waren, dass die Musiker nicht von dem Geld leben konnten, das sie mit der Band verdienten, und die mangelnde Unterstützung durch ihre Plattenfirma.
Aus der ursprünglich nur für ein paar Monate geplanten Auszeit wurden schließlich mehrere Jahre. Ein Teil der Musiker spielte zwischenzeitlich in anderen Bands: Donald Tardy bei Andrew W. K., Trevor Peres bei Catastrophic und Allen West bei Lowbrow und Six Feet Under. John Tardy war Inhaber einer Computerfirma und Frank Watkins arbeitete als Börsenmakler. Anlässlich einer Show seiner Band beim Ozzfest 2001 bat Donald Tardy seinen Bruder John und Bassist Frank Watkins, mit ihm auf der Bühne ein paar Stücke zu spielen. Gemeinsam mit Andrew W.K. spielte das Trio ein Medley aus fünf Titeln. Dies kann als Auslöser für die Wiederbelebung der Band angesehen werden. Der erste Liveauftritt folgte 2004 anlässlich des Sun & Steel-Festivals in Tampa und wenige Wochen später eine Show in New Jersey. Die guten Resonanzen des Publikums veranlassten die Band schließlich, sich zu reformieren.
Das Comeback-Album „Frozen in Time“ war sehr erfolgreich und stieg bis auf Platz 93 der deutschen Album-Charts. Das Artwork stammte ebenso wie die Cover von „The End Complete“ und „Anthology“ von Andreas Marschall. Im August 2005 verließ Gründungsmitglied Allen West die Band. Grund dafür war, dass Allen West während eines Auftritts beim Hole In The Sky Festival in Norwegen betrunken gewesen sein soll, was zu massiven Beschwerden von Fans über den Auftritt der Band geführt hatte. Im Jahr 2006 kehrte West jedoch in die Band zurück.
2007 veröffentlichte die Band das insgesamt siebte Studioalbum „Xecutioner's Return“. Allen West konnte an den Aufnahmen nicht teilnehmen, da er von Mai 2007 bis Februar 2008 wegen wiederholten Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen im Gefängnis saß. Für die Aufnahmen zu „Xecutioner's Return“ wurde Mitte 2007 Ralph Santolla von Deicide engagiert. Als Allen West auch nach seiner Haftentlassung nicht zur Band zurückkehrte, wurde Santolla festes Bandmitglied. Mitte 2008 nahm die Band eine EP mit dem Titel „Left To Die“ auf, die im September 2008 erschien.
Im März 2009 veröffentlichten die Brüder Tardy unter dem Namen Tardy Brothers via Candlelight das Album „Bloodline“. Als Gitarrist wurde Jerry Tidwell verpflichtet, der seinerzeit zur Urbesetzung von Xecutioner gehörte.
Bassist ist inzwischen Kenny Andrews. Bei den Auftritten in Europa im Sommer 2010 wird der Bass von Steve DiGiorgio gespielt.
Obituary spielen überwiegend im mittleren Tempobereich angesiedelten Death Metal, für den Bands wie Possessed, Death, aber auch Slayer Pate gestanden haben. Zu den Haupteinflüssen zählen die Riffs und dissonanten Soli von Celtic Frosts Morbid Tales und ist geprägt von simplen und einprägsamen Gitarrenriffs sowie vom Gesang von John Tardy. Bemerkenswert ist, dass John Tardy auf den ersten drei Alben der Band zwar Wortfetzen growlt, aber keine vorgefertigten Texte verwendet. Der Band war es wichtig, dass der Gesang so brutal wie möglich klingt und legte keinen Wert auf die Lyrics. Auf jeder auf das Debütalbum folgenden Veröffentlichung waren mehr und mehr vorformulierte Textzeilen zu hören.„Back From The Dead“ enthält als erstes Album der Band durchweg Songtexte.
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