Beichtstuhl@Instagram: Hier werden Schüler und Lehrer hart gemobbt

Leider wird der digitale ''Beichtstuhl'' für viele Schüler zum ''Mobbingstuhl''.

Der neueste Trend an deutschen Schulen: Es wird gebeichtet, was das Zeug hält, und zwar auf Instagram. Allein in Berlin sind im letzten Jahr an zahlreichen Schulen digitale ’’Beichtstühle" aufgetaucht, auf denen die Schüler anonym kurze Nachrichten posten können, z.B. wen sie gerade heiß finden, wer auf dem Schulklo geraucht hat oder wer in der Pause mit wem rumgemacht hat. Per Mail schicken die Schüler ihre Messages an den Administrator des Instagram-Beichtstuhls, der diese dann anonymisiert online stellt. Leider bleibt es in den meisten Fällen nicht bei so harmlosen Beichten und in vielen Posts wird einfach nur übelst über Mitschüler und Lehrer hergezogen.







Dadurch, dass die Schüler bei ihren Posts nur ihr Geschlecht und ihr Alter angeben müssen, fallen bei vielen von ihnen alle Hemmungen und sie lassen ihrem Hate auf Mitschüler und Lehrer freien Lauf. Für denjenigen, den der Hass treffen soll, gilt die Anonymitätsregel dann natürlich nicht und so lässt sich für alle, die dieselbe Schule besuchen, aus den Posts ziemlich einfach ableiten, um welchen Schüler oder Lehrer es sich dabei handelt. Wie schlimm das für die Betroffenen sein muss, die da bloßgestellt werden, können wir nur ansatzweise erahnen. So gut wir die urspüngliche Idee eines ’’Beichtstuhls’’ für Schüler finden, so traurig stimmt es uns, dass er von so vielen Schülern nur dazu benutzt wird, um andere fertigzumachen und zu verletzen.

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Donnerstag, 18. Mai 2017