56 Tage Knast für Rassismus-Tweets

"LOL. F*** Muamba. He's dead!!!"

Liam Stacey muss für 56 Tage in den Knast. Der 21-jährige Biologie-Student aus Swansea (Wales) hatte nach der Herzattacke eines schwarzen Fußballers in der englischen Premier League rassistische und menschenverachtende Äußerungen über Twitter verbreitet.

Hintergrund: Der gebürtig aus Zaire stammende Mittelfeldspieler der Bolton Wanderers Fabrice Muamba (23) war am 17. März während eines Spiels ohne Fremdeinwirkung am Mittelkreis zusammengebrochen. Diagnose: Herzstillstand. Trotz Wiederbelebungsversuchen mit Stromstößen noch auf dem Platz dauerte der Herzstillstand 78 Minuten an, ehe Muamba schließlich im Krankenhaus reanimiert werden konnte.

Während in ganz England eine Welle von Solidaritätsbekundungen mit Muamba, der sich wieder auf dem Weg der Besserung befindet, ausbrach, setzte Stacey sich vor seinen Rechner und twitterte: “LOL. F** Muamba. He’s dead!!!”

Als andere Twitter-User sich über den Spruch empörten, antwortete Stacey mit weiteren hasserfüllten rassistischen Kommentaren. Schließlich klingelte die Polizei an seiner Tür und nahm den angetrunkenen Unruhestifter in Gewahrsam.

Heute wurde Liam Stacey schließlich dem Haftrichter vorgeführt und bekam 56 Tage Knast aufgebrummt. Für rassistische Äußerungen in der Öffentlichkeit, zu der Kommentare auf Twitter oder Facebook zweifelsohne gehören, steht in England eine Höchststrafe von sieben Jahren.

Dienstag, 27. März 2012