Vom Underground in die Charts: Dubstep

Das Genre aus Südengland erobert den Pop

Vom Underground in die Charts: Dubstep

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Donnerstag, 15. März 2012

Es gab eine Zeit, da war Dubstep ein Sound, der in dunklen Bunkern zu hören war, in düsteren Spelunken und Abrisshäusern. Schon Anfang der 2000er fing der Underground in Südengland an, auf Dubstep zu feiern. Minimalistisch bis total verdreht, entsprang das taufrische Genre aus den Lenden von Garage und 2Step. Die Symmetrie des 4/4-Takts, auf den auch weniger talentierte Tänzer locker eine einigermaßen akzeptable Performance abliefern können, wurde ordentlich durchgeschüttelt.

Tanzbar waren die Zeitlupen-Rhythmen und hypnotisierenden Wobble-Sounds kaum - jedenfalls wusste die breite Masse nicht, welche Bewegungen zu diesen Klängen wohl passen könnten. Und selbst eingefleischte Dubstep-Anhänger waren nicht selten Nerds, die den DJ eher beim Auflegen beobachteten und fleißig die Tracklist mitschrieben, als den Dancefloor zu stürmen.

Doch wenn findige Produzenten es schaffen, ein Underground-Genre mit einem großen Löffel Pop massentauglich zu machen, dann lassen Charterfolge nicht lange auf sich warten. Benga und Skream, zusammen als Magnetic Man unterwegs, hauchen mittlerweile auch den Tracks anderer namhafter Künstler eine Brise Dubstep ein.

Und auch Rusko ist umtriebig und war nach der Collabo mit Cypress Hill jetzt mit Britney Spears im Studio, um an ihrem neuen Album zu tüfteln.

Den größten Hype in Deutschland erlebt wohl gerade Skrillex, egal ob mit eigenen Tracks, als Produzent oder mit Remixes, zum Beispiel für Frida Gold. Bei den Grammy Awards sackte er im Februar deshalb auch gleich drei Trophäen ein, nominiert war er in fünf Kategorien. Nicht schlecht für einen Newcomer.

In Sachen Dubstep werden wir in diesem Jahr noch einiges auf die Ohren bekommen, da sind wir uns sicher. Deshalb hier ein paar Tracks, die den speziellen Flavour bereits im Bass haben. Gewöhnt Euch an den Sound, der Dubstep-Zug wird 2012 rappelvoll!