Aus diesem Grund verteilt Schottland jetzt kostenlos Tampons an Mädchen und Frauen

Schon traurig, dass so etwas überhaupt nötig ist.

Wir in Europa sind privilegiert, keine Frage. Trotzdem sollten wir die Augen nicht davor verschließen, dass auch bei uns viele Menschen von Armut betroffen sind. In Teilen von Großbritannien ist die Kluft zwischen Arm und Reich teilweise so groß, dass junge Mädchen nicht mehr in die Schule gehen, weil sie sich keine Tampons und Binden für ihre Periode leisten können, oder sich mit Socken, Zeitungspapier und anderen Gegenständen Notlösungen verschaffen. Im Fachjargon nennt man das ‘’Period Poverty’’ (’’Periodenarmut’’).

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Die schottische Regierung will dieser schrecklichen Tatsache jetzt entgegenwirken und hat deshalb in der Stadt Aberdeen ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, bei dem die Organisation ‘’The Trussel Trust’’ kostenlos Binden und Tampons an arme Mädchen und Frauen verteilt. Der Leiter des Projekts, Ewan Gunn, sagte in einem Interview über das Projekt: ‘’Für mich persönlich kam das Thema vor ein paar Jahren in den Fokus, als ein Mädchen Essen bei uns holen wollte. Sie verweigerte die angebotenen Hygieneartikel, weil sie keine Periode mehr hatte. Der Grund: Sie litt seit Monaten an Mangelernährung.’’

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Deshalb setzen er und engagierte Politiker sich dafür ein, dass es nicht nur bei einem einmaligen Pilotprojekt bleiben wird, sondern dass allen Mädchen und Frauen in Zukunft in Schottland kostenlos Binden und Tampons zur Verfügung gestellt werden; und das ganz unabhängig davon, ob man arm oder reich ist. Wir finden die Aktion in Schottland mehr als super und würden so etwas auch gerne bei uns sehen!

Donnerstag, 13. Juli 2017