In den Klamotten dieses bekannten Modelabels wurden Nachrichten von ausgebeuteten Arbeitern gefunden

"Ich habe dieses Kleidungsstück gemacht, dass Du gerade kaufen willst, aber ich wurde dafür nicht bezahlt."

Wenn wir mal wieder im Shoppingrausch sind, verdrängen wir ja gerne die dunkle Seite der Textilindustrie. Zum Beispiel, als 2013 in Bangladesch ein marodes mehrstöckiges Fabrikgebäude einstürzte und dabei 1138 Textilarbeiter- und arbeiterinnen ums Leben kamen. In der Fabrik ließen bekannte Modeunternehmen wie Benetton, KiK, Mango u.v.a. ihre Klamotten fertigen. Obwohl uns Tragödien wie diese die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf dem Textilmarkt vor Augen führen, drücken wir beim Shoppingbummel immer wieder zwei Augen zu und kaufen weiterhin bei Marken ein, die dafür verantwortlich sind.

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In Istanbul fanden die Besucher eines Zara-Shops jetzt kleine Nachrichten in Kleidungsstücken, die die türkischen Textilarbeiter, die sie gefertigt haben, dort eingenäht hatten. Darauf stand u.a.. ‘’Ich habe dieses Kleidungsstück gemacht, dass Du gerade kaufen willst, aber ich wurde dafür nicht bezahlt.’’ Laut eines Berichtes der Nachrichtenagentur Associated Press handelt es sich dabei um die Näher und Näherinnen einer türkischen Textilfabrik, die über Nacht geschlossen wurde und ihren Angestellten noch Löhne in Höhe von drei Monatsgehältern schuldet.

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Und es ist nicht das erste Mal, dass sich die Opfer der Textilindustrie zu Wort melden. 2014 wurden in Primark-Läden in Wales und Irland in den Kleidungsstücken Nachrichten von Textilarbeitern gefunden, auf denen Sätze wie ‘’Ich werde gezwungen, bis zur Erschöpfung zu arbeiten’’ oder ‘’Hier herrschen unmenschliche Bedingungen’’ zu lesen waren. Primark behauptete damals natürlich, diese Nachrichten seien nur ein Scherz gewesen. Leider gibt es für dieses Dilemma nur eine Lösung: Informiert Ihr Euch vorher über die Marken, bei denen Ihr Eure Klamotten kauft, z.B. hier. Eine Übersicht über Labels, die Ihre Arbeiter fair behandeln, findet Ihr hier.

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Montag, 13. November 2017