Facebook bald Teil des Unterrichts?

Das zumindest fordert Familienministerin Kristina Schröder

Morgens als erstes schnell checken, was auf Facebook geht? Macht doch sowieso schon jeder! Wieso also nicht Facebook auch gezielt in der Schule einsetzen? Ja, es ist wahr: Das fordert jetzt unsere Familienministerin Kristina Schröder!

Fakt ist, dass ganze 77 Prozent der 13- bis 16-Jährigen in Europa bereits ein Profil in einem sozialen Netzwerk haben und dass Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren täglich im Schnitt 88 Minuten im Internet verbringen. Besonders beliebt: Fotos hochladen, Statusmeldungen kommentieren und Videos posten – hauptsache möglichst viel von sich selbst preisgeben. Woran dabei natürlich meistens nicht gedacht wird: Cybermobbing und Datenklau!

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Im Rahmen des gestrigen “Safer Internet Day” rief Familienministerin Kristina Schröder dazu auf: “Kinder und Jugendliche müssen stärker auf die Chancen und Risiken beim Umgang mit sozialen Netzwerken hingewiesen werden.” Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte sie, dass ähnlich einer Frühverkehrserziehung auch Facebook & Co. ab der fünften Klasse zum Unterricht dazu gehören sollten.

Wird es also bald eine Art Medien-Führerschein geben? Schröder sagte weiter: “Soziale Netzwerke sollen ja nicht nur den Mitgliedern Spaß machen, sondern auch den Machern Geld einbringen – deshalb ist es wichtig, über Risiken und Nutzen Bescheid zu wissen.” Unterstützung erhielt Schröder, die letztes Jahr selbst zum ersten Mal Mutter geworden ist, von Dr. Jürgen Brautmeier, Direktor des Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen. Er ist ganz klar Pro Medien-Führerschein: “Ein Medien-Führerschein soll Schülern im Unterricht Medienkompetenz vermitteln und ihnen beispielsweise beibringen, was mit ihren Daten im Internet passiert.”

Mittwoch, 08. Februar 2012