Taylor Swift spricht zum ersten Mal über die sexuelle Belästigung durch einen DJ

Und warum sie vor Gericht den Rekord im "Arsch" sagen gebrochen hat.

Im August diesen Jahres sorgte Taylor Swift für Schlagzeilen, als sie einen Radio-DJ, der sie sexuell belästigt hat, auf einen symbolischen Wert von 1 Dollar verklagte. Das ist die Backstory dazu: Der Radio-DJ David Mueller wurde 2013 von seinem Sender gekündigt, als Taylor Swift ihn der sexuellen Belästigung beschuldigte und seinen Arbeitgeber darüber informierte. Erst mehrere Jahre später reagierte Mueller mit einer Klage auf Taylors Beschuldigungen: Der Vorfall sei angeblich nie passiert und er fordere drei Millionen Schadenersatz von Taylor Swift für die verursachte Rufschädigung. Das wollte Taylor natürlich nicht auf sich sitzen lassen und verklagte den DJ ihrerseits auf den symbolischen Wert von 1 Dollar, um ein Zeichen zu setzen ‘’für alle Frauen, die den Mut haben, sich öffentlich gegen empörende und demütigende Übergriffe dieser Art zur Wehr setzen.’’

Bisher hatte sich Taylor Swift in der Öffentlichkeit noch nie zu dem Fall geäußert. In einem Interview im Time Magazine anläßlich ihres kürzlich veröffentlichten Albums ’’Reputation’’ sprach die Sängerin jetzt zum ersten mal über das Gerichtsverfahren und wie es ihr Leben beeinflusst hat. Wie Taylor in diesem Interview erzählt, hat sie während ihrer Zeugenaussage angeblich den Rekord im Verwenden des Wortes “Arsch” im Colorado Bundesgericht gebrochen. Warum sie so wütend war, erklärt sie so: ‘’Meine Mutter war nach ihrer Zeugenaussage vor Gericht so durch den Wind, dass sie am nächsten Tag, als ich befragt wurde, nicht vor Gericht erscheinen konnte. Ich war richtig sauer. In diesem Moment habe ich mich entschieden, alle Gerichtssaal-Formalitäten über Bord zu werfen und die Fragen einfach so zu beantworten, wie es mir in den Sinn kam. Dieser Mann hat sich auch nicht um Formalitäten geschert, als er mich belästigt hat. Und auch seine Anwälte haben meine Mutter nicht geschont. Warum sollte ich also höflich sein?’’

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Ihre Erfahrungen vor Gericht haben der Sängerin noch einmal vor Augen geführt, dass die Art und Weise, wie in den USA – und auch bei uns! – mit Vergewaltigung und sexueller Belästigung umgegangen wird, noch mehr als ausbaufähig ist: ‘’Ich muss alle Menschen, die sich mal in einer ähnlichen Situation vorfinden werden, leider warnen, dass den Opfern von sexueller Belästigung und Vergewaltigung viel Schuld zugeschrieben wird. Du wirst unter Umständen für die Tatsache verantwortlich gemacht, dass es passiert ist, dass Du es gemeldet hast und für die Weise, wie Du darauf reagiert hast. Dir wird das Gefühl vermittelt, dass Du überreagierst, weil unsere Gesellschaft so nachlässig mit diesem Thema umgeht.’’

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Auch zum aktuellen Harvey Weinstein-Skandal verliert Taylor Swift in diesem Interview noch ein paar kluge Worte: ‘’All die mutigen Frauen und Männer, die sich dieses Jahr zu Wort gemeldet haben, haben dazu beigetragen, den Menschen klarzumachen, dass wir einen solchen Missbrauch von Macht nicht länger tolerieren dürfen.’’ Go Taylor! Wir stehen auf Deiner Seite.
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Donnerstag, 07. Dezember 2017