Deshalb regen sich jetzt alle darüber auf, dass Taylor Swift zur "Person of the Year" ernannt wurde

Eigentlich ist es eine große Ehre, von dem renommierten Nachrichtenmagazin "Time" als Person des Jahres ausgezeichnet zu werden.

Das 'Time' gilt als eines der renommiertesten Nachrichtenmagazine der Welt. Deshalb ist es auch eine große Nummer, vom ‘Time’ als ‘’Person of the Year’’ ausgezeichnet zu werden. Das sind traditionell nämlich Leute, die in dem Jahr einen besonderen Impact hatten oder etwas bewegt haben. Schon bevor das Cover überhaupt rauskam, gab es viel Diskussion darum, denn Donald Trump behauptete auf Twitter, dankend den Titel abgelehnt zu haben. Natürlich war das gelogen. Jetzt wurde die echte Person – oder besser gesagt Personen – des Jahres enthüllt, denn das ‘Time’ entschied sich für die Frauen und Männer der #MeToo-Bewegung. Aber auch hier hagelt es Kritik. Der Grund: Taylor Swift.


‘’Silence Breakers’’, steht auf dem Cover, auf dem Personen abgebildet sind, die den Mut hatten, dieses Jahr ihr Schweigen zu brechen und öffentlich über ihre sexuelle Belästigung zu berichten. Dazu gehören maßgeblich die Schauspielerinnen Ashley Judd, Rose McGowan und Alissa Milano, die alle zentrale Rollen in dem Skandal um Harvey Weinstein spielten und den Ball erst ins Rollen brachten. Allerdings hat es nur Ashley Judd aufs Cover geschafft, weil anscheinend noch Platz für Taylor Swift gemacht werden musste. Aber was hat die bitte mit der #MeToo-Bewegung zu tun? Eigentlich nämlich nichts. Das sehen auch die User im Netz so, die sich jetzt ordentlich darüber aufregen, dass Taylor Swift zur Person des Jahres ernannt wurde.



‘’Taylor Swift auf dem Cover von ’Time’ statt Rose McGowan, Alyssa Milano oder die Frauen, die Trump beschuldigt haben, fühlt sich wie ein Schlag ins Gesicht für die gesamte Bewegung an’’, schreibt ein User. ‘’Taylor Swift ist nur auf dem Cover, weil sie die Bekannteste ist’’, und, ‘’Taylor Swift ist bei all den Themen ruhig geblieben und drängelt sich jetzt vor. Aber sie hat schließlich auch ein Album zu verkaufen’’, lauten zum Teil die anderen Kommentare. Fairerweise muss man dazu sagen, dass Taylor auch einen Fall von sexueller Belästigung hatte. Dieses Jahr ging sie nämlich gerichtlich gegen einen Radiomoderator vor, der sie während eines Interviews am Po begraptschte.

>>> Taylor Swift packt eine weitere sexuelle Belästigung aus

Aber egal ob ‘’richtiger Bestandteil’’ der #MeToo-Bewegung oder nicht. Taylor hat den Mut gehabt sich öffentlich gegen so ein Fehlverhalten zu wehren und vielleicht dadurch auch andere dazu bewegt, ihre Geschichte zu erzählen, damit endlich eine Veränderung stattfinden kann. Und nur darum sollte es doch eigentlich gehen, oder?

Donnerstag, 07. Dezember 2017