James Franco äußert sich in einem TV-Interview zu den Vorwürfen gegen ihn wegen sexueller Belästigung

Heuchler oder Opfer von Verleumdung: James Franco hatte viel zu sagen.

James Franco war einer von vielen männlichen Hollywood-Schauspielern, die auf dem roten Teppich der diesjährigen Golden Globes einen ’’Time’s Up’’-Button am Revers trugen. Mit den Reaktionen auf seinen Support der aktuellen #metoo Bewegung hatte der 39-Jährige jedoch nicht gerechnet. Nur wenige Stunden nach der Ausstrahlung der Golden Globes bezeichneten mehrere Frauen James auf Twitter als Heuchler und behaupteten, dass sie in der Vergangenheit von ihm sexuell belästigt wurden. So fragte ihn die Schauspielerin Violet Paley z. B. in einem Tweet, ob er sich noch daran erinnern könne, wie er sie in seinem Auto zu einem Blowjob zwingen wollte:




Auch eine ehemalige Schauspielschülerin von Franco meldete sich auf Twitter zu Wort und berichtet, dass sie von ihm genötigt wurde, in zwei seiner Filmprojekte Nacktszenen zu drehen, die laut ihr so nicht vereinbart waren.




Eine weitere Schauspielerin, Ally Sheedy, schrieb auf Twitter, dass sie ‘’wegen Männern wie James Franco das Filmbusiness verlassen habe’’, löschte ihren Tweet kurze Zeit später jedoch wieder.

In der Latenight-Show von Stephen Colbert hat sich James Franco jetzt zu den Vorwürfen, die gegen ihn erhoben werden, geäußert. Direkt auf die verschiedenen Tweets, die Frauen zu Franco geteilt hatten, angesprochen, sagte der Schauspieler: ‘’Es wurde einiges auf Twitter geschrieben, das stimmt, aber ehrlich gesagt, habe ich es nicht gelesen. Aber es wurde mir davon berichtet. Als Erstes muss ich sagen, ich habe keine Ahnung, was ich Ally Sheedy angetan haben soll. Ich habe Regie in einem ihrer Off-Broadway-Stücke geführt. Wir hatten eine gute Zeit und ich respektiere sie sehr. Ich habe keine Ahnung, warum sie ein Problem mit mir hat. Sie hat den Tweet wieder gelöscht. Ich weiß es wirklich nicht und ich kann nicht für sie sprechen. Wegen der anderen… Ich bin jemand, dem es wichtig ist, Verantwortung für die Dinge zu übernehmen, die er tut. Ich tue das, um mit mir selber im Reinen zu sein. Wann immer ich das Gefühl habe, etwas falsch gemacht zu haben, spreche ich das an. Die Dinge, die auf Twitter geschrieben wurden, entsprechen nicht der Wahrheit, aber ich unterstütze Menschen, die diese Dinge öffentlich ansprechen, weil dieses Thema so lange unter den Teppich gekehrt wurde. Ich möchte niemanden davon abhalten, sich dazu zu äußern. Ich denke, dass das eine gute Sache ist, die ich unterstütze.’’

>>> Unfassbar krass: So viel weniger Geld hat Michelle Williams als Mark Wahlberg für den gleichen Film bekommen

Der Schauspieler fuhrt fort: ‘’Wie ich bereits gesagt habe, für mich ist es wichtig, mein Leben so zu leben, dass ich Menschen für das Unrecht, dass ich ihnen angetan habe, entschädigen möchte. Wenn ich also etwas falsch gemacht habe, dann kümmere ich mich darum. Ich muss das tun. Ich denke nur so funktioniert unser Zusammenleben. Ich weiss auch gar nicht, wie man es anders machen könnte. Bezogen auf die großen Themen, die wir jetzt klären müssen, habe ich auch keine allgemeingültigen Antworten. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass wir lernen, zuzuhören. Am Abend der Golden Globes haben unglaubliche Menschen gesprochen, die viel zu sagen hatten. Und ich bin bereit zuzuhören und dazuzulernen und meine Einstellung, da wo ich falsch liege, zu verändern. Mir ist das sehr wichtig.’’ Hier könnt Ihr Euch das komplette Interview mit James Franco anschauen:




>>> So reagieren die Stars auf das rassistische T-Shirt von H & M

Donnerstag, 11. Januar 2018