Ein Jahr nach Manchester: Ariana Grande erzählt, wie sehr der Anschlag auf ihr lastet

"Es ist noch immer sehr schmerzhaft - jeden einzelnen Tag."

Ein Jahr nach dem Anschlag von Manchester hat Ariana Grande offen über ihre Gefühle nach der Attacke gesprochen. In einer Cover-Story für das Time Magazine erzählte die “No Tears Left To Cry”-Sängerin erstmals von ihrer psychischen Verfassung, der Zeit nach der Attacke und ihrem emotionalen Benefitskonzert One Love Manchester.



Eine der wichtigsten Personen in dieser schweren Zeit war Arianas Manager Scooter Braun. Er besuchte sie in Florida, wohin die Sängerin direkt von Manchester geflogen war, um bei ihrer Großmutter zu sein. Dort erklärte er ihr, dass es für ihre Fans wichtig sein würde, dass sie wieder auftrete – doch Ariana war nicht sicher, ob das jemals wieder möglich wäre: “Sie schaute mich an, als ob ich verrückt wäre”, erinnert sich Brown. “Sie sagte: ‘Ich werde diese Songs nie wieder singen können. Ich kann nicht mehr diese Outfits tragen. Bring mich nicht in diese Lage.’” Ariana brach die laufende Tour sofort ab, doch nur ein paar Tage später, hatte die damals 23-Jährige ihre Meinung völlig geändert: “Wenn ich nichts mache, sind diese Menschen umsonst gestorben”, schrieb sie Scooter in einer Nachricht.

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One Love Manchester war geboren – gemeinsam mit ihrem Manager orgainiserte Ari ein Benefizkonzert, bei dem sie gemeinsam mit Unterstützern wie damals Boyfriend Mac Miller und Miley Cyrus 12 Millionen Dollar für die Opfer und ihre Familien sammelte. Ein Jahr später ist die sonst so fröhliche Sängerin immer noch dabei, die Ereignisse zu verarbeiten: “Musik sollte die sichertse Sache der Welt sein. Ich glaube, deswegen lastet das Ganze noch immer so schwer auf mir, jeden einzelnen Tag…. Es ist immer noch sehr schmerzhaft.

Keine Tränen mehr! Das manifestiert Ariana auch in ihrer neuen Musik.

Aber der Popstar lässt sich von dem Schmerz nicht unterkriegen: “Ich will einer so negativen Sache nicht so vie Macht geben. Es ist das Schlimmste, was Menschen hervorbringen können. Deshalb habe ich so reagiert, wie ich reagiert habe. Ich würde nie wollen, dass meine Fans so etwas mit ansehen müssen und dann glauben, es hätte gewonnen.

Ariana hat nach dem Anschlag eine Therapie begonnen – wie es scheint mit großem Erfolg: Sie besteht darauf, dass sie nun ihr Glück gefunden hat – einer der Gründe, warum ihre viertes Studioalbum “Sweetener” heißen wird: “Wenn du vor so eine große Herausforderung gestellt wirst, warum solltest du dann einfach nur rumsitzen und dich beschweren? Warum verwandelst du es nicht einfach in etwas Wunderschönes? Ich habe angefangen, besser für mich zu sorgen und damit Balance, Freiheit und Freude gefunden. All das Gute ist auch in mein Album geflossen.

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Wann wir “Sweetener” zu hören bekommen, ist noch nicht klar. Wir sind uns aber jetzt schon sicher, dass uns dieses Album verdammt gute Laune machen wird.

Freitag, 18. Mai 2018