Gitarrenmusik aus England ist ein Garant für Qualität. Stimmt das denn überhaupt noch?
Donnerstag, 05. Juli 2012
Warum scheint die beste Indie-Musik immer aus England zu kommen? Wir geben Euch einen Überblick über die Geschichte des Rock aus England und darauf, was die Zukunft bringt. Außerdem zeigen wir Euch die Evergreens in der ultimativen "Best of Brit"-Playlist.
Es gab eine Zeit, in der Indie-Rock sofort mit England assoziiert wurde. Sobald eine neue Hype-Band am Horizont auftauchte war klar – die Jungs (oder auch Mädels) kommen aus England. Schließlich wurde Rock 'n' Roll irgendwie auch in England geboren. Man denke nur mal an die Beatles, The Rolling Stones, The Sex Pistols oder Led Zeppelin. Auch der NME (New Musical Express) erblickte in Great Britain das Licht der Welt - eines der ersten Musikmagazine überhaupt. Es wurde 1952 gegründet und hat erstmals ermöglicht, sich über die Hintergründe der Lieblingsband zu informieren – weit über das reine Hören der Musik oder über das Besuchen von Konzerten hinaus. In einer Zeit vor VIVA, MTV und Wikipedia war der NME eine unerlässliche Quelle für Fan-Informationen jeglicher Art.
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Ganz klar zur britischen Musikszene gehört auch das Entstehen von Brit Pop in den 90er Jahren. Der erste große Name, der einem in den Kopf schießt ist natürlich Oasis, die großartige Band um Noel und Liam Gallagher, die zwar fantastische Ohrwürmer produzierte, aber auch mit ständigen Streits und Trennungsgerüchten für Furore sorgte. Oasis sorgten in den 90er Jahren gemeinsam mit Blur, The Verve oder Pulp für das Entstehen einer Musikrichtung, die ganz klar an ihr Ursprungsland gekoppelt war - Brit Pop eben.
Schließlich ging aber auch dieser Hype vorüber, denn irgendwann war der Markt für neue Brit Pop-Bands gnadenlos übersättigt und mit der Auflösung von Oasis vor drei Jahren war es mit dem klassischen Brit Pop over and out. Etwas Neues, aufregenderes und Gitarrenlastigeres musste her! Mitte der 2000er schwappte schließlich eine Welle neuer Bands über das Land, die sich der Indie, also der independent Rockmusik widmeten. Die Arctic Monkeys, Maximo Park oder aber auch die Kaiser Chiefs schrieben einmalige Hymnen und tourten durch die ganze Welt. Auch wenn den meisten Bands dieser Generation nach etwa zwei Alben die Luft ausging, war klar – Die Truppen aus Great Britain haben's drauf.
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Inzwischen kommen die Hype-Musiker Englands aus einer anderen Ecke, als dem Indie. Dubstep, Elektro und House sorgen momentan mit Acts wie SBTRKT, James Blake, M.I.A. oder Grimes für durchgetanzte Clubs und ausverkaufte Hallen. Aber natürlich würden die musikalischen Engländer ihre Gitarren nie ganz im Schrank verstauen. Zum Glück!
Und hier seht Ihr die größten Vorurteile über England in Bildern: