UK Music Cities: Sheffield

  • Der Brighton Pier bei Sonnenschein... einfach herrlich! | © Getty Images

  • Mit über 300 Pubs sorgt Brighton dafür, dass keine Kehle trocken bleibt | © Getty Images

  • Wurde in Brighton groß und machte die Stadt zur Wiege des Big Beat: Fatboy Slim | © Getty Images

  • Noch immer findet sein Festival "Big Beach Boutique" am Brightoner Strand statt | © Getty Images

  • Nicht mal halb so alt wie Fatboy Slim: Brightons Teen-Star Conor Maynard | © Getty Images

  • London und seine Bridge: Das wohl majestätischste Wahrzeichen der Metropole | © Getty Images

  • Big Ben und London Eye: Tradition und Moderne verschmelzen in London | © Getty Images

  • DAS Girlband-Phänomen der 90er kommt aus London: Die Spice Girls | © Getty Images

  • Diese Londoner Legende bedarf keiner Worte mehr: Queen | © Getty Images

  • Eine weitere Legende und auch aus London: Mick Jagger, Frontmann der Rolling Stones | © Getty Images

  • Coldplay lernten sich am University College London kennen | © Tom Sheehan

  • Die Town Hall von Sheffield | © Chemical Engineer/Wikipedia

  • Echte Söhne der Stadt: The Kooks. Hier: Sänger/Gitarrist Luke Pritchard | © Getty Images

  • "Made In Sheffield" porträtiert die Sheffielder New Wave-Szene zwischen 1975 und 1983

  • "The Beat Is The Law" beleuchtet das Schaffen der Sheffielder Band Pulp

  • Fussgängerzone Far Gate in Sheffield | © JeremyA/Wikipedia

  • Sheffields Musiklegende Jarvis Cocker von Pulp | © Getty Images

  • Die aktuellen Superstars der Stadt: Arctic Monkeys | © Getty Images

  • Die beliebtesten Musikvideos auf VIVA

    Englands elektronische Klangschmiede

    Als Industrie- und Arbeiterstadt bekam Sheffield schon früh den Spitznamen “Steel City” verpasst. Bis in die 1970er regierte hier der Stahl und in England ist Sheffield vor allem für seine qualitativ hochwertigen Messer bekannt. Einst als proletarischste Stadt Englands bezeichnet, setzte in Sheffield nach dem Niedergang der Stahlindustrie ein Wandel zur Dienstleistungs- und Kulturhochburg ein.

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    Heute arbeiten hier mit 7,2 Prozent der Bevölkerung fast doppelt so viele Menschen in der Kulturindustrie wie in anderen englischen Städten. Bereits 1981 errichtete die Stadtverwaltung das Cultural Industries Quarter, in dem sich zahlreiche Medien-, Film-, Kunst- und Musikbetriebe angesiedelt haben.

    New Wave

    Einige Jahre zuvor war das musikalische Potential Sheffields zum ersten Mal in Erscheinung getreten. Eine Hand voll ambitionierter Bands hatte sich entschlossen, der Dominanz von Rockmusik und Gitarre den Kampf anzusagen und mit massivem Synthi-Einsatz die Ära des Elektropop, besser bekannt als New Wave einzuläuten.

    Bands wie Human League, Heaven 17, Pulp oder Cabaret Voltaire führten die Bewegung an. Eve Woods Dokumentarfilm “Made in Sheffield” (2001) porträtiert die Sheffielder Szene zwischen 1975 und 1983. Ein zweiter Film von Woods aus dem Jahr 2011, ’"The Beat Is The Law – Fanfare For The Common People" behandelt die Entwicklung der Band Pulp im Speziellen.

    Warp Records

    Elektronische Musik sollte in Sheffield auch später eine große Rolle spielen. Mit der Plattenfirma “Warp Records” startete 1989 eines der einflussreichsten Independent Labels der 1990er überhaupt seine Geschäfte in der Stadt. Auf Warp veröffentlichten heutige Szenegrößen wie LFO oder Nightmares on Wax ihre ersten Songs.

    Bereits der dritte Release des Labels ging in die Geschichte der elektronischen Musik ein: das Projekt Testone landete mit dem Song “Sweet Exorcist” nicht nur eine echten Underground-Hit, sondern begründete auch ein komplett neues Genre namens “Bleep Techno”, das fortan als Sound von Sheffield bekannt wurde.

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    1992 startete Warp Records dann die äußerst populäre Kompilation-Serie “Artificial Intelligence”, auf der Artists wie Aphex Twin, Autechre, Plaid oder Richie Hawtin erschienen. Man bezeichnete die entsprechende Musik als “Electronic Listening Music.” Parallel zur zweiten Ausgabe von “Artificial Intelligence” erschien außerdem die Video-Compilation Motion, mit einer Reihe animierter Musikvideos. Warp setze so nicht nur musikalisch, sondern auch optisch neue Standards.

    Freitag, 13. Juli 2012