Stasi-Methoden bei Facebook

"Ist dies der echte Name deines Freundes?"

Facebook macht sich weiterhin so richtig schön unbeliebt, was Datenschutz und Nutzerrechte angeht. Neuster Clou des größten Social Networks der Welt: User können Leute aus ihrer Freundesliste verraten, wenn diese nicht mit ihrem richtigen Namen angemeldet sind.

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Offiziell sind Nutzer bereits seit dem Start von Facebook dazu verpflichtet, für einen Account ihren richtigen Namen zu verwenden. Bisher wurden Verstöße gegen diese Vorgabe allerdings so gut wie gar nicht geahndet.

Für Facebook als Unternehmen bedeutet es natürlich auch einen Haufen Arbeit, sprich Geld, die korrekten Namen seiner User zu recherchieren. Und zuviel Kontrolle beißt sich mit dem angestrebten Wachstum.

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Jetzt, wo das Netzwerk aber auch in den letzten Winkel der Welt vorgedrungen ist, und sich jeder an die neue Bedeutung Facebooks in unserem Alltag gewöhnt hat, wird sich jeder User wohl drei Mal überlegen, ob er seinen Account schließt oder nicht. Also kann Facebook sorgenfrei auf genannte Stasi-Methode zurückgreifen, um jede Menge echter Daten zu erzwingen.

Aus den Niederlanden wurde bereits von Konto-Sperrungen berichtet, die sich nur mit der Einsendung einer Kopie des Personalausweises rückgängig machen ließen. Die Anonymität bei Facebook scheint vorbei.

Mittwoch, 11. Juli 2012