Radfahrer sollen nüchterner werden

Härtere Strafen für Alkohol am Lenker sind aber heftig umstritten.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger macht jetzt den harten Mann:

“Manche kommen mit dem Rad zur Party, weil sie glauben, sich dann betrinken zu können. Betrunkene Radfahrer sind aber eine Gefahr für sich und andere. Damit muss Schluss sein.”

Kommen jetzt verstärkt Polizisten gegen Radfahrer zu Einsatz? Klar ist: angetrunkene Radfahrer werden jetzt schon bestraft, sie zahlen aber erst ab 1,6 Promille eine Geldstrafe. Krass: wenn sie einen Führerschein besitzen, ist der Lappen auch erst mal weg. Wer keinen Führerschein hat, kann ihn natürlich auch nicht verlieren, was viele Autofahrer nicht ganz fair finden.

>>> Hier ein paar Stunts mit dem Rad, bei Ridiculousness.

Der Innenminister fordert nun eine deutliche Senkung der Promillegrenze für Radfahrer, von 1,6 auf 1,1 Promille für absoluten Fahruntüchtigkeit. Und die Polizei zieht auch gleich mit: die Gewerkschaft der Polizei (GdP) will den Partyradlern ans Leder, sie orientiert sich an den Regeln in der Radfahrer-Hauptstadt Münster. Vor einigen Monaten wurde dort ein Radfahrverbot für betrunkene Radler eingeführt. Auch diese Maßnahme ist unter den Zweiradfahrern heftig umstritten.

Montag, 16. Juli 2012