UK Music Cities: London

Alles über das musikalische Epizentrum der Insel...

UK Music Cities: London

Samstag, 28. Juli 2012

London ist schlicht und einfach das Epizentrum britischer Musik. Seit Jahrhunderten wird hier Musik in verschiedenster Art und Weise zelebriert. Und schon immer war die Essenz der Londoner Szene das Live-Erlebnis.

Sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr hat man in London die Qual der Wahl: Ein Gig mit vier Indierock-Bands, ein exzessiver Techno-Rave, die elegante Salsa-Nacht oder feine Abendgarderobe für ein exklusives Jazz-Konzert. Es gibt einfach alles.

Vor allem im letzten Jahrhundert brachte die Stadt jede Menge neuer Genres und Bewegungen hervor. Beat Music, Pub Rock, Punk und Brit-Pop. Sie alle starteten ihren internationalen Siegeszug in der englischen Hauptstadt. Später kamen elektronische Genres wie Drum'n'Bass, Dubstep, Grime und UK Garage.

>>> Let's Great Britain: Hier findet ihr alle Specials

Brixton und Hammersmith

In London stehen zahlreiche legendäre Venues wie die Brixton Academy, wo z.B. Rammstein, The Prodigy oder die Sex Pistols fünf Tage am Stück jeden Abend spielten. Das Hammersmith Apollo dagegen hat sich als perfekte Kulisse für aufwendige DVD-Produktionen etabliert: Kings Of Leon, Robbie Williams und Kylie Minogue produzierten hier und die Beatles gaben 1965 in 21 Tagen 38 Konzerte im Hammersmith.

Was Hammersmith und die Academy für instrumentale Bands, sind für DJs der elektronischen Musik die Fabric und das Ministry Of Sound. Der kurz MoS genannte Club startete als Location für Acid House und bekam als erste englische Diskothek eine 24 Stunden-Lizenz.

Ministry Of Sound

Unter dem Motto "create the moments that people live for" wurden hier Anfang der 90er Laser und Lichttechnik vom Feinsten aufgefahren und das Ministry zum Mekka internationaler Raver. Noch heute gilt das Ministry Of Sound als einer der besten Clubs der Welt.

Der Name hat sich als internationales Markenprodukt für kommerzielle Dancemusik etabliert und das Ministry betreibt eine eigenes Label mit weltweiten Sublabels. Hinzukommen Klamotten und DJ-Equipment und MoS-Parties haben sich über den ganzen Globus verbreitet. Als Lifestyle-Marke mit Fokus auf elektronischer Musik war das Ministry Vorbild für zahlreiche internationale Nachtclubs, wie z.B. der Frankfurter Cocoon Club.

Camden Town

Der harte Kern der Londoner Szene befindet sich seit Jahrzehnten in Camden Town. Hier entstehen Trends, Bands und die next big things. In einer der zahlreichen Bars, Clubs und Live-Venues trifft man fast immer Teile der alteingesessenen Musikprominenz wie die Mitglieder von Blur oder Oasis. Auch andere Promis wie Kelly Osbourne, Kate Moss oder Kirsten Dunst fliegen hier durch das bunte Nachtleben und erfreuen sich am exzessiven Treiben der Londoner Hardcore-Feiernasen.

Im Sommer 2011 stand Camden ein weiteres Mal für zwei Wochen im Blickpunkt der Insel, als Amy Winehouse dem hier so typischen Lebenswandel Tribut zollen musste und letztendlich an der Essenz des Camdener Lifestyles zu Grunde ging.