Let's Great Britain: Gut behütet!

    Die schrägen Ladies von Ascot - eine Mode für sich...

    Alle Jahre wieder findet in Windsor, südlich von London, das wohl bekannteste Pferderennen der Welt statt: Das “Royal Ascot Meeting”.

    Windsor ist eng mit den Royals verbunden. Das Haus Windsor ist der Name der britischen Königsfamilie und das Schloss Windsor ist eines der drei offiziellen Residenzen der britischen Monarchen. Ganz in der Nähe des Schlosses entdeckte vor 300 Jahren Queen Anne ein Gelände, das sie zu einer Galopprennbahn umbauen ließ. Das war die Geburtsstunde des Ascot-Rennens, denn seit jeher treffen sich alljährlich Pferdenarren aus der ganzen Welt, um herauszufinden, wer der schnellste Vollblüter ist.

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    Aber Ascot steht nicht nur für Pferdesport, sondern auch für ein Treffen der High Society. Es geht um Sehen und Gesehenwerden und es wird gefeiert, dass es kracht – aber dazu später mehr. An den fünf Renntagen ist der dritte Meeting-Tag der wohl gesellschaftlich Wichtigste. Dann ist Ladies Day und Ascot verwandelt sich von einer Rennbahn in ein Catwalk für Hutmode!

    Die schönste Hutparade der Welt

    Je größer und ausgefallener der Hut, desto besser. Es gibt nur ein paar Dresscodes, an die man sich halten muss. Sonst riskieren die Damen Ärger mit der Style-Polizei, die für die Einhaltung der im letzten Jahr neu aufgestellten Regeln sorgt. So sind trägerlose Kleider nicht mehr erlaubt, Röcke müssen mindestens knielang sein und ein Hut muss mindestens einen Durchmesser von 10 Zentimetern haben! Oben-ohne, also ohne Hut, darf sowie niemand auf das Gelände! Und wer doch mit Spagettiträger-Kleidchen anreist, der bekommt von der Style-Polizei sofort einen Schal, um sich zu bedecken. Männer müssen übrigens einen Frack, schwarze Schuhe und einen zylinderähnlichen Hut tragen. Sehr ideenlos, aber die Show gehört nun mal den Ladies!

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    Und die haben bei der Gestaltung der Hüte völlig freie Hand. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, auch wenn man bei manchen Frauen das Gefühl nicht los wird, dass bei ihnen die “Kreativpferde” definitiv durchgegangen sind. Ein paar Prachtexemplare findet ihr in unserer Galerie.

    Fünf Tage Party

    Neben den Rennen und der Hutparade, geht es ja auch ums Feiern, wie bereits erwähnt. Gerade beim “Royal Ascot Meeting” ist britische Höflichkeit und Understatement besonders gefragt. Grillen, Bierkisten mitbringen und lautes Feiern sind verpönt. Wenn man nur nach den Zahlen geht, dann hört sich aber alles doch sehr nach einer wilden Party an: Letztes Jahr wurden im Verlauf der fünf Meeting-Tage offiziell über 58.000 Flaschen Champagner, über 156.000 Gläser Bier, über 110.000 Gläser Likör und wahnsinnige 2000 Kilo Hummer an den 100 Bars ausgeschenkt und verputzt. In diesem Sinne: Cheers!

    Klickt Euch hier durch die verrückte Hut-Galerie:

    Mittwoch, 18. Juli 2012