Nach 40 Stunden Diablo 3 gestorben

18-jähriger Hardcore-Zocker aus Taiwan ist tot

In der taiwanesischen Stadt Tainan im Süden des Landes ist am Sonntag ein 18-Jähriger in einem Internetcafe gestorben, nachdem er 40 Stunden lang ununterbrochen “Diablo 3” gespielt hatte.

Er war am Freitag gegen Mittag im Cafe erschienen und wurde Sonntag morgen von einem Mitarbeiter mit dem Kopf auf der Tischplatte gefunden. Der Mitarbeiter konnte ihn wecken, Chuang (so der Nachname des Jungen) erhob sich, torkelte ein paar Schritte und brach zusammen. Der gerufene Rettungswagen kam zu spät. Im Krankenhaus konnte man nur noch den Tod des 18-Jährigen feststellen.

Angeblich habe Chuang wirklich 40 Stunden am selben Platz gesessen, ohne zu essen oder zu schlafen. Bereits im Februar starb in Taiwan ein 23-Jähriger, nachdem er fast 24 Stunden “League of Legends” gespielt hatte.

Spielehersteller “Blizzard” veröffentlichte eine Stellungsnahme und sprach der Familie von Chuang ihr Beileid aus, warnte aber vor Spekulationen über mögliche negative Folgen von Computerspielen. Und in der Tat: Wirklich beschäftigen sollte die Frage, warum es niemandem auffiel oder interessierte, dass Chuang so lange am selben Platz saß.

Donnerstag, 19. Juli 2012