VIVA zeigt Euch die angesagtesten Acts!
Freitag, 27. Juli 2012
Rückblick: Wendland. Clenze. Prießeck. Jugend musiziert. 2005 wird die erste Platte "Madsen" aufgenommen. 2006: Goodbye Logik. Hobby: The Real Hits. 2008: Frieden im Krieg. Das Metallica-Cover Mama Said. Hobby: Band Of The Week. Auftritte in Mexico und Costa Rica. Keyboarder Folli steigt aus. 2010: Labyrinth. Queen vs. Kitsch. Unfall beim Videodreh. Gebrochene Hand, dicke Lippe, Riesenschreck. Song für Max Mutzke. Cover-EP namens Willkommen bei Madsen. Superpunk-Tribute. Sebastian mischt bei Egotronics Planet Disco mit. Das Goethe-Institut schickt die Band einen Monat durch die USA. Sebastian ist zu Gast auf Callejons Porn From Spain 2. Vier Alben. 14 Singles. Sechs Jahre Fanclub. Rund 140 Festivals. Zig Touren durch Deutschland, Österreich, der Schweiz.
Und 2012? Das Jahr, in dem sich Madsen zurückmelden. Mit neuen Ideen und neuen Visionen. Dafür sind sie erst einmal drei bis vier Schritte zurück gegangen. Mussten den Kopf klar kriegen. Die obersten Hemdknöpfe lösen. Das Pfand in den Getränkemarkt bringen. Die Plektren sortieren. Sich auf das besinnen, was man hat.
Denn es beginnt "Wo es beginnt". Sebastian dazu: "Das Album ist aus dem Moment, aus dem Bauch heraus entstanden, bei Labyrinth haben wir zu viel nachgedacht." Labyrinth ist die große Pop-Platte von Madsen, das Album fürs Stadion. Etwas überkandidelt. "Und einmal richtig auf die Schnauze zu fallen, tut gut", so Sebastian weiter.
"Unsere jetziger Hauptantrieb ist Bock", sagt Sebastian – und schrieb mit seinen Brüdern, dem älteren Johannes, dem jüngeren Sascha und Bassist Niko Maurer über 30 neue Songs. "Das Motto war üben, üben, üben, als würden wir eine neue Band gründen." Denn "die Platte will, fordert und reagiert."
Etwa mit "Generation im Arsch", dem klassischen Wutsong, der in der Tradition von Panik, Unzerbrechlich, Nitro und Blockade steht. Für die englischen Zeilen in "Love Is A Killer" konnten sie Hardcore-Ikone Walter Schreifels gewinnen. Dabei wäre das Stück beinahe in der Tonne gelandet! Und Live-Keyboarderin Lisa Nicklisch alias Lisa Who verschönert "So cool bist du nicht" mit etwas Honig.
Ein Rock-Album, zusammengeschweißt in Eigenregie (richtig: Madsen haben selbst produziert). So direkt wie beim ersten Mal. Nur lauter. Also drei Schritte zurück. Vielleicht auch vier.