"Frauentausch" vor Gericht

Eine Protagonistin klagte, sie fühlte sich in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt. Lest hier die ganze Geschichte.

Stellt Euch vor, Ihr werdet gefilmt und Euch wird versichert, dass es sich um eine “TV-Produktion mit Dokumentationscharakter” handelt. Klingt erstmal harmlos und seriös, da unterschreibt den Einwilligungsvertrag schnell. Genauso schnell, wie man dann bei RTL II in einer Sendung von “Frauentausch” landet und von Tausenden Menschen ausgelacht und verurteilt wird.

>>> Schwerer Unfall bei Das Supertalent. Michelle Hunziker musste ins Krankenhaus.

So ist es einer Frau passiert, die jetzt gegen “Frauentausch” klagte und Recht bekam. Das Berliner Landgericht verbot die wiederholte Ausstrahlung der Folge in der die Klägerin zu sehen ist: “Sie wird als überforderte und geistig verwirrte, bei ihren Kindern unbeliebte Mutter der praktisch veranlagten, durchsetzungsfähigen, sympathischen und ordentlichen Tauschmutter gegenüber gestellt”, berichtete der Richter der Zeitung “Express”.

Die 15.000 Euro hohe Entschädigung, die die unfreiwillige Tauschmutter einforderte, bekam sie nicht. Die Verantwortlichen müssen trotzdem mit einer Strafe von 250.000 Euro rechnen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Samstag, 18. August 2012