Tierquälerei jetzt wieder live im Fernsehen

Die konservative Regierung in Spanien will alte Werte wieder aufleben lassen, und lässt Stiere vor laufender Kamera grausam leiden.

Der neue spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy ist bekennender Stierkampf-Fan, jetzt geht er seiner Leidenschaft nach, und bringt den umstrittenen Sport zurück auf die Mattscheibe. Der staatliche Fernsehsender TVE überträgt nun wieder Stierkampf-Festivals. Der Sender hatte seine eigenen Vorgaben, die Stierkämpfe bisher als gewalttätig einstuften, schnell geändert."

Für Tierschützer ist diese Entwicklung ein Rückschritt, für Anhänger des Stierkampfs ist es ein wichtiger Erfolg. Denn die Diskussion um die öffentliche Tötung der Wiederkäuer geht in eine neue Runde. In der letzten Zeit waren die Veranstalter sehr unter Druck geraten. Erst verbot Katalonien 2010 Stierkämpfe, dann hatte im August der Bürgermeister der baskischen Küstenstadt San Sebastián entsprechend nachgezogen.

Donnerstag, 06. September 2012