Neuer Trend: Speed Hating aka Blind Hate

Wenn aus blindem Hass Liebe werden soll

Neuer Trend: Speed Hating aka Blind Hate

Donnerstag, 06. September 2012

"Liebe wird aus Mut gemacht" sang Nena in "Irgendwie, irgendwo, irgendwann". Knapp 20 Jahre nach dem Welthit lautet die neue Parole für Partnersuchende nun: "Liebe wird aus Wut gemacht".

In England ist diese neue, aggressive Form des Datings bereits seit ein paar Jahren populär. Beim "Speed Hating" oder auch "Blind Hate" geht es so richtig unromantisch zur Sache.

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Zwölf Männer und zwölf Frauen sitzen sich für jeweils vier Minuten gegenüber… und kotzen sich gemeinsam ordentlich aus. Hunde, Spießer, die Deutsche Bahn. Gelästert wird über alles, was aufregt. Und wem nichts einfällt, der kann sich vom Dating-Manual inspirieren lassen.

"Diese scheiß Fahrradfahrer gehen mir so derbe auf den Sack! Immer fahren die bei rot über die Straße." Der Anfang einer großen Liebe? Viele Psychologen meinen ja.

Denn die Atmosphäre beim Speed-Hating ist locker, kreativ und lustig. Das gegenseitige Kennenlernen erstarrt nicht zum öden Abfragen von Lebensläufen. Außerdem: Gemeinsame Feinde verbinden stärker als gemeinsame Freunde. Und wer ist einem näher als derjenige, der die gleichen Dinge hasst wie man selbst?!

Bei der extremsten Form von Speed Hating kriegen sich die beiden Gegenüber wirklich in die Haare. Sie diskutieren lautstark ihre Meinungsverschiedenheiten anstatt über ein gemeinsames Hassobjekt herzuziehen. Dabei darf so richtig geschimpft werden, denn wie sonst könnte sich eine wildfremde Person in vier Minuten von ihrer persönlichsten Seite zeigen?

Die ein oder andere Hasstirade ist dabei durchaus erlaubt. Nur Beleidigungen sind Tabu. Die Partnerbörse edarling verspricht übrigens eine Speed Hating-Erfolgsquote von 6,6 Prozent - check it out!

Und jetzt lasst Eurem Hass freien Lauf!