Konsumdruck wegen Handys und Markenklamotten hoch wie nie. Junge Erwachsene leben weit über ihren Verhältnissen. Die Zahl der jungen Privatinsolvenzen ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen.
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Dienstag, 11. September 2012
Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren melden viel häufiger Insolvenz an als noch vor einem Jahr, fast 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für Konsumforscher ist die Ursache schon ausgemacht: junge Menschen sind unerfahren im Umgang mit Geld. Zusätzlich sind die Kaufanreize gewachsen. Insbesondere Elektroartikel und Autos verursachen die Pleiten. Also grudsätzlich eher Statussymbole, ohne die junge Menschen einfach nicht mehr auskommen wollen.
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Wenn die Pleite erst mal da ist, und dafür genügen bei jungen Menschen meist Beträge um 10.000 Euro, muss der Schuldner sechs Jahre lang in die Entschuldungsphase. In dieser Zeit müssen sie besonders sparsam leben und so viele Schulden wie möglich abstottern. Wer den Auflagen folgt, kann den Rest der Schulden erlassen bekommen. Ein negativer Schufa-Eintrag bleibt aber bestehen, und so bleibt eine Kreditkarte oder ein günstiger Handyvertrag auf Jahre unerreichbar.