Pirat wegen Marihuana unter Druck

Ist es schon Wahlkampf oder noch knallhart durchgesetzte Anti-Drogen-Politik. Markus Barenhoff, Vizechef der Piratenpartei, soll zwei Gramm Hasch besessen haben.

Pirat wegen Marihuana unter Druck

Samstag, 20. Oktober 2012

Markus Barenhoff, ein ein freiberuflicher Softwareentwickler und nebenher in der Politik aktiv. Als seine WG Mitte dieser Woche von der Polizei gestürmt wurde, brannte in seinem Aschenbecher grade ein Joint. Die Piratenpartei fordert in ihrem Programm die komplette Legalisierung von Drogen. Und es scheint als habe der Vizechef diese Foderung privat schon mal umsetzten wollen.

>>> Drogenpolitik in Deutschland: sogar Rentner werden eingesperrt.

Nun wird kräftig diskutiert: Die Piraten vermuten hinter der gezielten Aktion eine politische Kampagne, die Gegener betonen, dass auch ein Pirat nach den Gesetzen leben müsse. Entsprechend spielt die Partei die Angelegenheit natürlich runter, und sagt:

"Wie Medienberichten bereits zu entnehmen war, wurden in einer Wohngemeinschaft, in welcher auch Markus Barenhoff wohnt, einige Hanfpflanzen in unterschiedlichen Stadien gefunden. Der Verdacht auf eine Plantage konnte schnell ausgeräumt werden. Weiterhin liegen die von Markus Barenhoff proaktiv ausgehändigten 2 Gramm Marihuana weit unter dem in NRW erlaubten Eigenbedarf von 10 Gramm. Es liegt somit kein strafrechtliches Handeln vor. Derartige Fälle werden nach den Vorgaben des Landesjustizministers und der Generalstaatsanwaltschaften regelmäßig wegen geringer Schuld eingestellt."

Vermutlich wird das Verfahren tatsächlich zeitnah eingestellt. Ob für Markus Barenhoff die politischen Konsequenzen auch so gering ausfallen werden ist unklar. Aber laut Umfragen sind sehr viele der Piratenwähler nicht nur Befürworter einer liberaleren Drogenpolitik, sonder sogar selbst Kiffer.