Unfreiwillig Mitglied: Hat der ADAC Jugendliche auf der YOU angeworben?

    Laut Tagesspiegel hat der Automobilclub schon häufiger Minderjährige zum Vertragsabschluss gedrängt. Hier die ganze Story lesen.

    Dass jede Firma, jeder Konzern sich immens um junge Leute bemüht, um seine Produkte an den Mann zu bringen, ist ein längst übliches Geschäftsgebahren. Ob Fastfood-Ketten, Versicherungen oder Möbelhäuser – die junge, demnächst zahlungskräftige Käuferschaft soll frühzeitig angesprochen werden.

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    Wie der Tagesspiegel berichtet, sieht sich nun der ADAC mit negativen Schlagzeilen bezüglich der Werbung von Minderjährigen konfrontiert. So hätte der Automobilclub auf der Berliner Messe YOU eine 13-Jährige angesprochen, die im Glauben, es sei ein Preisausschreiben, einen Mitgliedschaftsantrag ausfüllte. Da man mit 13 noch nicht geschäfstfähig ist, passierte jahrelang erst mal nichts. Doch scheinbar bewahrte der ADAC die Daten sicher aufgehoben.

    Und siehe da, nun bekam die mittlerweile 19-Jährige eine Rechnung und soll den fälligen Jahresbeitrag bezahlen. Dabei hat sie noch nicht einmal ein Auto!

    Mitglied ja – Führerschein nein? Wie wir berichteten, ist der ADAC gegen den Führerschein mit 16.

    >>> Führerschein mit 16? Hier geht's zum Artikel

    >>> Polizei verhindert Minderjährigen-Hochzeit

    Wie der Tagesspiegel weiter berichtet, hat der ADAC schon in der Vergangenheit mit seinem Tun gegen geltendes Recht verstoßen. So drängte er angeblich in Fahrschulen Minderjährige dazu, Mitglieder im Automobilclub zu werden.

    Wie schütze ich mich davor, unfreiwillig Verträge abzuschließen?

    Grundsätzlich gilt: Nichts unterschreiben! Die Verbraucherzentrale warnt davor, auf der Straße Verträge abzuschließen oder seine Unterschrift zu geben – und sei es auch noch so verlockend. Beherzigt Ihr diese Regel, seid Ihr gegen unliebsame Überraschungen geschützt.

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    Mittwoch, 05. Dezember 2012