Im Web entlarvt: Vergewaltigungs-Skandal in den USA

Zwei 16-jährige Footballer werden der Vergewaltigung einer Gleichaltrigen beschuldigt. Die Organisation Anonymous deckt jetzt auf: An dem Verbrechen waren noch mehr Jungs beteiligt. Hier erfahrt Ihr mehr.

Gerade mal 19.000 Einwohner zählt die Stadt Steubenville im US-Bundesstaat Ohio. Ihr Aushängeschild: Die Highschool-Football-Mannschaft “Big Red”. Mit den Sport-Erfolgen der Youngsters machte das Städtchen in Amerika von sich Reden. Jetzt wird Steubenville auch international bekannt. Allerdings wegen eines skandalösen Verbrechens.

Zwei 16-jährige Mitglieder der “Big Red” werden der Vergewaltigung einer Gleichaltrigen beschuldigt. Sie sollen das bewusstlose Mädchen im August vergangenen Jahres vergewaltigt und auf sie uriniert haben. Im Februar sollen sie sich dem Jugendgericht stellen.

>>> Die Wahrheit über die Vergewaltigung in Indien.

Die “New York Times” berichtet nun, dass mehrere Personen bei der Greueltat zugesehen, den Akt sogar fotografiert haben sollen. Ein Zeuge soll die Vergewaltigung sogar auf Twitter dokumentiert haben: “Manche Leute verdienen es, angepinkelt zu werden”, soll es dort geheißen haben. Doch scheinbar hält die Stadt zusammen und dicht: Die jugendlichen Sportler scheinen einen Status zu genießen, der nur in schlechten High-School-Serien denkbar gewesen wäre.

Die Organisation Anonymous sammelt jetzt Beweise und Fakten über den Vergewaltigungs-Skandal auf der Webseite stopbigred.com. Auch die Namen der Beteiligten und Augenzeugen wurden hier bereits veröffentlicht. Das Internet vergisst nicht und so findet sich auf der Seite zum Beispiel auch der Screenshot einer entlarvenden Twitter-Konversation. “Wir werden nicht untätig dabei zusehen, wie eine Gruppe junger Männer Vergewaltigung zu einem Spiel oder Sport macht und ungeschoren damit durchkommt.”, heißt die Ansage von Anonymous.

>>> Erfahrt hier alles über Anonymous.

In einem 12minütigen Video, das jetzt geleaked wurde, ist ein Mitglied von “Big Red” zu sehen und zu hören. Der Junge ist zu Späßen aufgelegt und erzählt einen Witz nach dem anderen über das Opfer.

>>> Seht Euch hier das Video an.

Der zuständige Polizei-Chef kann kein Statement abgeben, ließ aber Folgendes verlauten: “Ich weiß, dass es für einige frustrierend sein mag, aber aus Rücksicht vor allen Beteiligten kann ich mich nicht zu dem Verfahren äußern.” Unterdessen finden vor dem Justizgebäude Proteste statt.

Wird die Macht des Internets alle Täter, Beteiligten und Verantwortlichen in diesem schrecklichen Fall entlarven können?

Montag, 07. Januar 2013