Die ökologische Zeitbombe in den USA: Fracking

Energiefachleute sind vom Fracking (Hydraulic Fracturing) begeistert, aber Naturschützer machen gegen die neue Energiegewinnung mobil. Wie groß sind die Risiken für die Natur wirklich?

In Amerika steht eine Wende der Energiepolitik bevor. Gigantische Erdgas-Vorkommen, bisher unerreichbar, lassen sich nun durch das Fracking abbauen. Dabei wird mit Hochdruck ein Chemie-Cocktail in Gesteinsschichten gepresst, so dass Erdgas und Öl entweichen können. Die Gas- und Flüssigkeitsdurchlässigkeit der Gesteinsschicht wird erhöht, so dass Erdgas und Erdöl nun leichter zur Bohrung hin fließen können.

Diese Technik will Präsident Obama in seiner zweiten Amtszeit weiter voran treiben. Sein Plan: Amerika soll in etwa 20 Jahren komplett auf ausländisches Öl verzichten.

Die Autofahrer in Amerika jubeln bereits, mussten sie in den letzten Jahren noch ernsthaft darüber nachdenken einen sparsamen Wagen zu kaufen, oder gar ein Hybridfahrzeug, können sie nun schnell wieder einen SUV bestellen. Der Sprit ist jedenfalls da.

>>> Computerhersteller Apple ist jetzt offiziell nicht mehr grün.

So hat das Fracking nicht nur alle Energiesparansätze in den USA unterwandert, und die alte Mentalität des hohen Verbrauchs zurückgebracht, auch die Folgen für die Umwelt sind noch nicht abschätzbar. Selbst im optimalen Fall ist nicht sicherzustellen, dass keine giftigen Chemikalien in tiefen Bodenschichten entweichen. Und sollte das Unternehmen eventuell etwas schlampig arbeiten, sind schwere Schädigungen der Natur sehr wahrscheinlich.

>>> Unser Tipp: Bio- und Naturkosmetik.

Entsprechend kritisch äußern sich Umweltverbände. Derzeit wird diskutiert, ob eine verlässliche Bohrlochabdichtung gegenüber den grundwasserführenden Schichten überhaupt gewährleistet werden kann. Da die chemischen Additive normalerweise von den Bohrfirmen geheim gehalten werden, wird spekuliert. laut Amerikanischer Zeitungen werden häufig Paraffinöl, Magnesiumchlorid und Biozid verwendet. Mit diesen Stoffen sollen Mensch nicht ungeschützt in Kontakt kommen. Wenn sie ins Trinkwasser gelangen besteht eine große Gefährdung. Entsprechend empört reagieren nun Fachleute auf Obamas Traum vom billig-Öl.

Samstag, 09. Februar 2013