Sonnenschein aus Brighton: Passenger

Sein Song "Let Her Go" ist der Erfolgshit dieses eisigen Frühlings. Wir stellen Euch Passenger einmal genauer vor.

“Wer nicht in Brighton lebt, ist verrückt und sollte eingesperrt werden.” So selbstbewusst knallt einem die Werbebroschüre des South East England Tourist Board die Erkenntnis vor die Füße, dass man auf der falschen Ecke des Erdballs lebt. Gut, natürlich kann man sich darüber streiten, ob es wirklich keinen besseren Ort gibt, aber Brighton hat doch gewisse Vorzüge. Vor allem für Musikfans ist die Stadt in Südengland das gelobte Land. Musikclubs ohne Ende, Tonstudios, Cafés, Pubs und Bands, Bands, Bands.

>>> Hört hier 'Let Her Go' von Passenger

Das wunderbare Go! Team stammt aus Brighton, ebenso wie die Blood Red Shoes und Fatboy Slim , um nur einige wenige zu nennen. Kreativität scheint durch die Straßen zu fließen, das Meer vor der Haustür ist ein Quell der Inspiration. So klingen auch die Songs von Passenger alias Mike Rosenberg. Nachdem der junge Mike schon als Kind Gitarre spielte und als Teenager erste Auftritte hatte, wollte er mehr, mehr, mehr und beschloss, professioneller Musiker zu werden. In dem Komponisten Andrew Phillips fand er seinen partner in crime, und so wurde 2007 Passenger aus der Taufe gehoben. Ihr Debütalbum Wicked Man’s Rest kam zwar nicht in die Charts, öffnete dem Duo aber viele Türen. Sie spielten als Vorband für Künstler wie Kate Nash und schafften es zum SXSW Festival nach Houston/ Texas, wo schon viele Musiker ihren Durchbruch schafften.

2009 trennte sich das Duo und Mike Rosenberg machte als Passenger solo weiter. Dabei konzentrierte er sich auf einen einfachen Singer/Songwriter-Sound, gepaart mit Indie-Pop. Der Durchbruch kam mit seinem Album All The Little Lights, in das er mehr mehr Zeit und eine bessere Technik investierte als in die Vorgänger. Das hat sich ausgezahlt, denn das Album wurde in mehreren Ländern zum Erfolg. Vor allem die Single Let Her Go eroberte die Charts im Sturm, auch in Deutschland und Österreich.

Passengers Geheimnis? Vielleicht sind es die Melodien, die nach frisch aufgeschlagener Sahne schmecken. Vielleicht sind es die Instrumente, die mal eine Sehnsucht nach einem englischen Pub in einem wecken, mal nach warmem Seesand zwischen den Zehen und mal nach einem langen Roadtrip durch Niemandsland. Oder vielleicht ist es auch diese sonderbar hohe Stimme von Mike Rosenberg, die einen die Ohren spitzen lässt. Was auch immer es ist, Passengers Songs quillen über vor Sehnsucht, Hoffnung, Authentizität und dem schönen Leben in Brightons Gassen.

Dienstag, 26. März 2013