3D-Drucker: was ist dran am Trend?

Werden wir in Zukunft eine kleine Fabrik im Wohnzimmer haben, und Ersatzteile selber drucken, oder bleiben die 3D-Drucker ein Spielzeug für Nerds. Eins ist jetzt schon klar: die Drucker beflügeln die Fantasie.

Die Entwicklung geht schnell voran. Noch vor wenigen Jahren waren 3D-Drucker unerschwinglich teure Versuchsobjekte der Universitäten. Jetzt gibt es praktische Geräte für unter 1.000,- Euro.

__Was kann ein 3D-Drucker? __

Die Geräte sind kleine Industrieanlagen. Schicht für Schicht wird aus flüssigem Kunststoff ein Produkt geformt. Somit kann ein dreidimensionales Objekt aus Plastik erschaffen werden, von der Schwimmente bis zum Ersatzteil für Elektrogeräte. "*Hier könnt Ihr sehen wie gedruckt wird.* ":http://www.youtube.com/watch?v=yTh0rzCXefQ

Was könnt Ihr drucken?

Beliebt sind derzeit Spielzeug und Handyhüllen. Leider sind die benötigten CAD-Programme nicht billig und für Anfänger auch nicht schnell zu erlernen. Aber es gibt schon eine Community im Netz. Auf Trinckle laden Fans ihre 3D-Entwürfe hoch und teilen sie. Wer also einen Drucker hat, kann hier kostenfrei Produkte suchen und zuhause drucken. Trinckle hat auch einen Druckservice, wer also keinen eigenen Drucker besitzt kann Entwürfe hochladen und ausdrucken lassen.

Ist es wahr, dass man Waffen drucken kann?

Das Gerücht gibt es, seit es 3D-Drucker gibt. Aber tatsächlich kursieren Entwürfe für Waffen im Netz. In Amerika arbeitet die Regierung grade an einer Einschränkung und versucht den Druck und die Verbreitung von Waffenentwürfen zu unterbinden.

>>> Brad Pitt: Ohne Waffen geht gar nichts!

Wie geht es weiter?

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die verwendeten Kunststoffe werden immer belastbarer. Zwar sind derzeit Spielzeuge sehr beliebt, und Playmobil und Lego machen sich bestimmt schon Sorgen, weil demnächst Eltern ihren Kindern die Kunststoffspielsachen selber herstellen werden, aber das ist erst der Anfang. Insbesondere Kleinserien und Ersatzteile sind ein typisches Wachstumsfeld. Wem eine TV-Fernbedienung zerbricht, wird künftig eventuell das Teil selber drucken, und nur das technische Innenleben umpflanzen. Defekte Plastikersatzteile im Auto? Einfach selber nachdrucken und viel Geld sparen.

Einige Fans sehen das Ende der klassischen industriellen Produktion (wie derzeit in China) bereits kommen. Wir werden alle Kunsumgüter selber produzieren können, und wenn die Drucker erst mal in der Lage sind haushohe Objekte zu fertigen, gibt es kaum noch Grenzen. Allenfalls das Thema Recycling sollte dabei nicht übersehen werden, denn in einer Perfekten Welt können Konsumenten ihren Plastikmüll gleich wieder selber zu neuen Produkten verarbeiten.

Freitag, 29. März 2013