Die traurigen Schildkröten aus Peking

Vermehrt tauchen im Netz wieder Bilder von lebenden Schildkröten als Schlüsselanhänger auf. Eine schaurige Mode in China. VIVA hat für Euch geprüft: leider sind die Berichte wahr.

Natürlich sollte man immer skeptisch reagieren. Auf Facebook wird derzeit für eine Petition gegen die Haltung von Schildkröten in Schlüsselanhängern geworben. Schildkröten als Schlüsselanhänger?

In U-Bahnen und kleinen Kiosken rund um die Millionen-Metropolen Shanghai und Peking gibt es die grausigen Souvenirs zu kaufen. Dafür werden kleine Schildkröten und Fische in luftdicht versiegelte Plastikbeutel angeboten, die so als trendige Schlüsselanhänger dienen sollen.

Leider scheinen die Berichten von bestürzten Chinatouristen zu stimmen. Im Netz finden sich massig Beispiele für Angebote auf Straßenmärkten, teilweise auch Videos auf YouTube. Wie immer, wenn man einem Internetgerücht nicht sofort glauben möchte, sollte eine Hoax-Seite befragt werden. Schon hier zeigt sich: die Anschuldigungen sind bekannt und richtig.

>>> Hier das Video einer Babyschildkröte als Schlüsselanhänger.

Die rücksichtslosen Verkäufer behaupten ganz einfach, dass dem Wasser ein unsichtbares Nährmittel beigemischt wurde. Leider kann man sogar annehmen, dass die leichtgläubigen Straßenverkäufer diesen Quatsch selber glauben. Dabei sollte jedes Kind frühzeitig gelernt haben: unsichtbares Essen gibt es nicht.

>>> Hier wird ein kleiner Fisch gequält.#

Das Thema findet sich nur sehr vereinzelt in seriösen Medien. Vermutlich ist auch dies ein Grund, warum nun im Sozial Web die Wellen entsprechend hoch schlagen. Übrigens: der Verkauf dieser Plastikbeutel ist in China vollkommen legal. Es gibt im Netz auch eine Petition dazu, ob sich die Regierung in China aber davon beeindrucken lässt, darf bezweifelt werden.

Montag, 01. April 2013