Gebrauchte Musik zum Schleuderpreis?

Dürfen Mp3s weiter verkauft werden? Ein US-Gericht urteilte: Nein! Deswegen wurde die Online-Tauschbörse Redigi jetzt geschlossen. Hier alle Details zur Diskussion.

Das Online-Portal Redigi erlaubte Usern, gekaufte Musik digital weiter zu verkaufen. Eigentlich eine gute Idee. Doch mit der Second-Hand-Mp3-Börse ist nun Schluss, nachdem ein US-Gericht urteilte, dass dies gegen das Urheberrecht verstoße, da beim Kopiervorgang von der Festplatte des Nutzers auf den Server der Website die Musik-File reproduziert würde. Obwohl die Datei nach dem Upload auf die Website von der Festplatte des Nutzers gelöscht wurde. Im Klartext bedeutet dies eigentlich: Es gibt keine digitale gebrauchte Musik.

>>> Streamingdienste im ultimativen VIVA-Test

Das Plattenlabel Capitol Records hatte Klage gegen Redigi wegen systematischer Urheberrechtsverletzung eingereicht. Redigi verteidigte sich zwar mit der Fist-Sale-Doktrin, nach der Vebraucher das Recht haben, legal erworbene Dinge weiter zu verkaufen. Die Website ist noch online, doch gab der Richter Capitol Records Recht und der Dienst muss geschlossen werden. Eine Stellungnahme von Redigi gibt es noch nicht.

Mittwoch, 03. April 2013