Gedrosselter Internetzugang: Was geht dann noch?

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    Die geplante Drosselung der Telekom bei der DSL-Geschwindigkeit wird gerade rauf und runterdiskutiert. Aber ab wann wird's eigentlich lahm?

    Die Deutsche Telekom zieht im Moment den geballten Hass des World Wide Web auf sich. Die Zeiten von Daten in Lichtgeschwindigkeit sollen nach dem Willen des Bonner Unternehmens nämlich jetzt bald vorbei sein. Der Plan: Wenn ein Kunde mit seinem Internetanschluss mehr als 75 Gigabyte verbraucht hat, soll die 16.000 DSL-Leitung auf schnarchige 384 Kilobit pro Sekunde gedrosselt werden. Das ist… langsam. Und zwar so langsam, dass die Internetnutzung eigentlich kaum mehr möglich ist, weil Websites mittlerweile einfach auf den High-Speed-Standard ausgelegt sind. Unendliche Ladezeiten von Videos und Bildern wären die Folge. Die Telekom wehrt sich und sagt, dass man nur den absoluten Heavy Usern ans Leder will, denn die würden ja schließlich mit ihrer unverhältnismäßigen Internetnutzung die Preise für uns Normalos verderben, weil alle mitzahlen. Und natürlich kann man Datenvolumen dazukaufen, wenn das Limit erreicht ist, genau wie das schon bei Handyverträgen der Fall ist.

    Was heißt das für uns?

    Aber okay, gucken wir uns erstmal die Fakten an: 75 Gigabyte, das klingt ja auf den ersten Blick nicht so wenig. Was kann man denn so damit anfangen? Die Berliner Verbraucherzentrale sagt, dass ein Internetnutzer, der nur Mails checkt und gelegentlich im Netz surft, wohl kaum Probleme haben wird. Aber mal ehrlich, so wird das Netz heutzutage nicht mehr genutzt. Wir hören online Musik, gucken Filme und zocken Onlinegames. Und genau da wird’s schon schwierig, sagen die Experten. Wer das alles regelmäßig macht und seine Daten vielleicht sogar noch in einer Cloud zwischenlagert, hat schlechte Karten und muss sich auf’s Schneckennetz einstellen. Laut Telekom kann man mit 75 Gigabyte im Monat folgendes anfangen:

    - 10 Filme in normaler Qualität - 3 HD-Filme - 60 Stunden Musikstreaming - 400 Fotos hoch- oder runterladen - 16 Stunden Onlinegaming

    Gerade, wenn Ihr zum Beispiel mit Eurer Familie in einem Mehrpersonenhaushalt lebt oder in einer WG, ist das Datenvolumen ziemlich schnell am Ende. Auch die Politik ist nicht sonderlich begeistert von den Plänen. Verbraucherministerin Ilse Aigner sagte der Bild-Zeitung: “Anscheinend steht die Telekom auf der Leitung – sonst würde sie erkennen, dass ihr neues Geschäftsmodell ein klassischer Rohrkrepierer zu werden droht.” Die Bundesregierung will das Kartellamt einschalten und prüfen, ob die Telekom so einen Schritt überhaupt gehen darf. Das Kartellamt ist die oberste Marktaufsicht in Deutschland und kann Unternehmen bestimmte Pläne verbieten, wenn dadurch zum Beispiel andere Unternehmen benachteiligt werden.

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    Apropos andere Unternehmen… alle hacken gerade auf der Telekom rum, dabei haben andere Netzanbieter so eine Drosselung schon länger in ihren Verträgen stehen, wenn auch nicht so drastisch. Laut Spiegel bremst auch Freenet seine Kunden nach dem Verbrauch von 100 Gigabyte im Monat auf 1000 Kilobit pro Sekunde ab. Kabel Deutschland drosselt schon seit Mai 2012 die Internetgeschwindigkeit, wenn ein Tagesvolumen von 60 Gigabyte überschritten wird. Allerdings ist das ja fast das Volumen, das die Telekom für einen ganzen Monat gewähren will.

    Was können wir tun?

    Eigentlich müssen wir nichts tun, denn in den laufenden Verträgen bleibt alles beim Alten. Auch nach dem von der Telekom genannten Stichtag im Mai können wir surfen, streamen und runterladen wie wir wollen. Kritisch wird’s beim Vertragswechsel, denn die Drosselung gilt erst bei neuen Verträgen. Tja, sieht so aus, als könnte sich die Telekom in Zukunft Neukunden abschminken.

    Freitag, 26. April 2013