Schwindelerregender Trend: Roofing

    Leute klettern seit eh und je auf Gebäude. Dieser Trend bringt das Thema auf eine ganz neue Ebene. Wir klären auf - nix für schwache Nerven!

    Roofing – abgeleitet von “roof”, also dem englischen Ausdruck für “Dach”, ist im wahrsten Sinne des Wortes Next Level Shit. Der Trend, den wir Euch hier vorstellen wollen, ist auf gar keinen Fall zum Nachahmen geeignet. Aber was diese verrückten Jungs und Mädels machen, würde sowieso niemand freiwillig tun. Aber der Reihe nach.

    Was ist Roofing?

    Ein Roofer ist eigentlich ein Dachdecker. Was aber diese jungen Menschen betreiben, hat mit Ziegeln und Leitern nichts zu tun. Ihnen geht es darum, die höchsten Gebäude zu besteigen und dann Fotos zu schießen, die atemberaubende und neue Perspektiven eröffnen. Anders als die Touristen bleiben sie aber nicht hinter der Absperrung. Sie klettern drüber. So weit es geht, so nah an den Abgrund wie möglich. Wo jedem Normalsterblichen das Herz stehenbleiben würde, wird es für die Roofer erst interessant. Meist fotografieren sie ihre Fußspitzen auch noch, quasi als Beweis dafür, wie absolut irre nah sie am Abgrund stehen. Dass sie sich dann auch noch trauen, durch die Linse ihrer Kameras hindurch zu sehen, ist wirklich Wahnsinn. Ein falscher Tritt, ein kurzer Moment des Schwindels und sie würden sehr, sehr tief fallen.

    >>> Wesentlich harmloser aber ziemlich lustig: "Pottering"

    Woher kommt Roofing?

    Roofing ist im urbanen Raum rund um Moskau entstanden. Die Jugendlichen aus Russland schießen Fotos, die um die ganze Welt gehen. Warum der Trend ausgerechnet dort entstanden ist, kann man kaum sagen. Oft sind die Roofer politisch interessiert, machen ein Statement, manche suchen nach Ruhe in der lauten Stadt, die meisten sind wohl ein bisschen verrückt. Vielleicht eignet sich auch einfach die stalinistische Architektur besonders gut zum waghalsigen Klettern. Ganz wichtig beim Roofing ist natürlich nicht nur das Fotografieren, sondern auch das Dokumentieren der waghalsigen Tat per Video. Es geht wohl auch darum, sich unsterblich zu machen, es so weit zu treiben, dass die entstandenen Bilder sich ins Gedächtnis des Betrachters brennen. Selten gab es einen Trend, der so ein flaues Gefühl in der Magengegend hervorrief. Eine offizielle Genehmigung oder gar eine Sicherung haben die Roofer natürlich nicht dabei. Es geht um den Kick. Und darum, nicht als uncool zu gelten.

    >>> Roofing in Action. Dieses Video ist nichts für Höhen-Phobiker

    Wir sind immer noch komplett außer Atem, nur durch’s Betrachten dieser Bilder. Hier bekommt Ihr einen Eindruck von einigen der waghalsigsten Roofer:

    Samstag, 04. Mai 2013