Vorgehört: Eurovision Song Contest

  • Mit "Glorious" wird Cascada beim Eurovision Song Contest für Deutschland antreten.

  • In der Vorentscheid-Show trat auch Lena auf, die 2010 den Eurovision Song Contest für Deutschland gewann.

  • Und auch die schwedische Gewinnerin aus dem letzten Jahr performte.

  • Auf Platz 2 landete die Kombo La Brass Banda.

  • Die Söhne Mannheims (ohne Xavier Naidoo) gehörten zu den bekanntesten Teilnehmern des Vorentscheids, landeten dann aber nur auf Platz 3.

  • Die österreichische Singer/Songwriterin Saint Lu holte sich mit 16 Punkten Platz 4.

  • Platz 5 für Nica & Joe

  • Für Blitzkids mvt. reichte es leider nur für Platz 6.

  • Ben Ivory war laut Euren Facebook-Kommentaren einer Eurer persönlichen Favoriten.

  • Betty Dittrich galt im Vorhinein als Geheimtipp und große Hoffnung. Am Ende war es doch nur Platz 8.

  • Mit 12 Punkten auf Platz 9: Finn Martin

  • Abschreckender Name: Die Priester & Mojca Erdmann holten Platz 10.

  • Kurz dahinter mit 8 Punkten: Mobilée

  • Die süße Mia Diekow bekam nur 3 Punkte ab.

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    Früher bekam nur Oma glasige Augen, mittlerweile versucht der Eurovision Song Contest auch Jüngere anzusprechen. Wir haben uns alle Beiträge vorab für Euch angehört.

    Der Eurovision Song Contest bemüht sich redlich. Seit Jahren schicken die meisten Länder nicht mehr nur Schlagertrullas und Folklorebarden ins Rennen, sondern kommen teilweise mit waschechten Popstars um die Ecke. Da wird Pyro abgefackelt, wuchtige Dancebeats wummern durch die Halle, skandalöse Outfits sorgen für offene Münder. Der Grand Prix hat den Sprung vom Chanson zum Song geschafft. Aber ist wirklich alles besser? Hits zum Verlieben und so? Vermutlich eher nicht. Wir haben uns vor dem großen Abend durch die Beiträge der Kandidaten gewühlt und geben Euch einen Überblick darüber, bei welchen Songs Ihr ohne Probleme neues Popcorn aufsetzen oder umschalten könnt. Los geht’s!

    Deutschland: Cascada – Glorious
    Die arme Natalie Horler und ihre Band mussten sich ziemlich rechtfertigen. Viele warfen Cascada nämlich vor, ihren Hit Glorious einfach vom Siegersong des Vorjahres, Euphoria von Loreen abgekupfert zu haben. Trotzdem ist der Song von Cascada in Deutschland megaangesagt und hat im Wettbewerb ebenfalls gute Chancen.

    Frankreich: Amandine Bourgeois – L’enfer et moi
    Die Hölle und ich heißt der Titel übersetzt, eine Höllenfahrt ist diese Dame aber dann doch nicht. Castingshow-Gewinnerin Amandine Bourgeois liefert kraftvollen Rockpop, will sexy rüberkommen. Das Video hat einen Hauch von “Die Schöne und das Biest”. Irgendwie ganz okay das Ganze, aber auch ganz schnell wieder vergessen.

    Litauen: Andrius Pojavis – Something:
    Elektropop mit absoluter Fehlbesetzung. Der Typ ist so nichtssagend und lahm, dass einem die Füße einschlafen. Trotzdem versucht er, mit “Yeah!” und “Whou!” den dynamischen Frontmann zu mimen. Funktioniert null.

    Moldau: Aliona Moon – A Million
    Galaktischer Pop, funky Kleid, seltsame Frisur, die komplett nach rechts absteht. Der Song könnte auch gut die Titelmusik für ein Anime sein. Saukitschig, die Stimme ist aber ganz gut.

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    Finnland: Krista Siegfrids – Marry Me
    Das ist irgendwie ein Abklatsch von Pinks Raise Your Glass, nur in Scheiße. Trotzdem wird der Song eventuell ganz gut ankommen, eben weil er einem so bekannt vorkommt.

    Spanien: El sueño de Morfeo – Contigo hasta el Final
    Dudelsack aus Spanien? Verwirrend. Die gefühlvolle Ballade stört zwar nicht weiter, nach Ausklingen des letzten Tons hat man sie aber auch direkt wieder vergessen.

    Belgien: Roberto Bellarosa – Love Kills
    Die Pophymne hat durchaus Potenzial, jedenfalls in der ersten Minute. Dann versaut ein extrem billig produzierter Elektrobeat alles. Schade.

    Estland: Birgit Õigemeel – Et uus saaks alguse
    Eine Popballade in der Landessprache liefert die gute Birgit, leider schnarchlangweilig. Liegt nicht nur daran, dass man kein Wort versteht.

    Weißrussland: Alena Lanskaja – Solayoh
    Hey, Shakira! Ach nee, doch nicht. Kopien sind ja meist schlecht, auch in diesem Fall. Ganz dringend in die Küche gehen und irgendwas zu essen holen. Oder Ton ausmachen und solange an die Decke starren. Ist unterhaltsamer.

    Malta: Gianluca Bezzina – Tomorrow
    So eine lächelnde Gute-Laune-Band ist ja eigentlich grundsätzlich erst einmal suspekt. Der Jazz-Rock mit Storytelling-Elementen à la Jason Mraz kommt dann aber doch erstaunlich fluffig rüber. Die gerade schwer angesagten Folkelemente passen ganz gut ins Konzept, könnte eine ganz gute Wertung bekommen, das Ding.

    Russland: Dina Garipova – What If
    Russland schickt in diesem Jahr keine Folklore-Omis ins Rennen, sondern eine Brünette. Die Popballade mit Streicheruntermalung ist trotzdem cheesy und lahm. Da war ja sogar der senile Trupp vom letzten Jahr besser.

    Armenien: Dorians – Lonely Planet
    Rockballade mit einer unfassbar uncool aussehenden Band. Casting auf der Baustelle? Irgendwie ist der Song aber doch catchy, erinnert an die Rockhymnen aus den 90ern.

    Niederlande: Anouk – Birds
    Der Superstar aus den Niederlanden geht mit einem Song ins Rennen, der an Filmmusik erinnert. Klingt ganz anders als der Hit Nobody's Wife. Ganz schön irgendwie, wir sind aber besseres von Anouk gewohnt.

    Rumänien: Cezar – It’s My Life
    Yay, Eunuchenparty! Diese Kopfstimme bohrt sich in Euer Ohr wie der Finger eines Fünfjährigen in seine Nase. Dazu klopft der billige Beat penetrant auf den Hinterkopf. Unangenehm.

    Großbritannien: Bonnie Tyler – Believe In Me
    Ach, die Bonnie, das alte Reibeisen. Ihre Rockballade ist eine solide Sache, die weiß halt, wie man’s macht. Aber ein Hit wie Total Eclipse of the Heart wird das nicht.

    Schweden: Robin Stjernberg – You
    Dieser Junge war mal Backstreet Boys Fan – und das hört man. die Ansätze für einen ganz okayen Popsong sind da, aber dann kommt auch immer wieder direkt ein Abturner. Nee.

    Ungarn: ByeAlex – Kedvesem
    Alex arbeitete mal für ein Tattoo-Magazin, ist also ein ganz Wilder. Die entspannte Popnummer im Stil der Singer/ Songwriter wird im Internet schon ohne Ende gecovert bzw. verarscht. Allerdings lebt der Song wohl vom Text, und unser Ungarisch ist etwas eingerostet.

    Dänemark: Emmelie de Forest – Only Teardrops
    Eine sehnsüchtige Popballade, auf der Bühne gesäumt von Hipsterboys, die Trommeln und Flöte spielen. Nicht sooo schlecht, könnte ein Radiohit werden.

    Island: Eythor Ingi Gunnlaugsson – Ég á Líf
    Der blonde Mann und das Meer… Diese ganz klassische Popballade wird auf Isländisch gesungen. Ganz schön irgendwie, nach der Hälfte des Liedes schaltet das Hirn aber irgendwie auf Autopilot.

    Ascherbaidschan: Farid Mammadov – Hold On
    Das ist eine Ballade, die ziemlich stark in die Schlagerhölle abrutscht. Ganz böse, wollen wir nicht weiterhören.

    Griechenland: Koza Mostra & Agethonas Iakovidis – Alcohol Is Free
    Na endlich, da ist er ja, der Spaßbeitrag mit viel Balkanbeats und Geblödel. Den Großteil des Textes verstehen wir nicht, aber in der Hook heißt es dann “Alcohol Is Free”. Wie im wahren Leben gilt aber auch hier die Fausregel – Wenn die Getränke auf’s Haus gehen, kommen nur hässliche Gäste.

    Ukraine: Zlata Ognevich – Gravity
    Irritierend, diese megakitschige Ballade mit seltsamen Beats. Wir stecken unsere Köpfe zur Beruhigung in den Backofen.

    Italien: Marco Mengoni -L’essenziale
    Schmachtfetzen-Pop ist ja das Lieblings-Genre der Italiener. Der Typ sieht auch echt ziemlich gut aus. Vielleicht einfach den Ton ausmachen und nur gucken, doll ist der Song nämlich nicht.

    Norwegen: Margaret Berger – I Feed You My Love
    Hochgelobt wird sie schon seit Wochen, im Zusammenhang mit Margaret Berger fallen Worte wie zuckersüß oder Favoritin. Ihr Elektropop à la Ellie Goulding ist in der Tat ganz cool. Die Synthie-Streicher geben dem Song am Ende aber dann doch den typischen Tantchen-Beigeschmack, den der Eurovision Song Contest einfach nicht abschütteln kann.

    Georgien: Sophie und Nodi – Waterfall
    Duette sind ja meist nix… in dem Fall auch nicht. Schnell weiter!

    Irland: Ryan Dolan – Only Love Survives
    Die erfolgsverwöhnten Iren schicken Dance-Pop mit ordentlich Getrommel ins Rennen. Hätte cool sein können, hat aber leider keinen Wiedererkennungswert.

    Eine Sensation erwartet Euch nicht beim Eurovision Song Contest – weder im positiven noch im negativen Sinn. Die schrägen Vögel sind diesmal zu Hause geblieben, die Rohdiamanten aber auch. Wenn Ihr Euch stattdessen etwas anderes anguckt, im Park chillt, ins Kino geht oder Eure Unterhosen nach Farben sortiert, werdet Ihr nicht wirklich viel verpassen.

    Samstag, 18. Mai 2013