Plastik-Inseln im Meer: Sind Kosmetikprodukte Schuld?

Stündlich gelangen 330 Tonnen Plastikmüll ins Meer! Mitterweile gibt es ganze Inseln aus Plastik, von der Fläche so groß wie Europa! Was Ihr unternehmen könnt? Viel. Denn selbst Produkte wie Zahnpasta oder Eure Kleidung tragen dazu bei.

Plastik, ein riesen Problem. Schon jetzt schwimmt in den Meeren sechs Mal mehr Plastik als Plankton! In Form von Tüten, Kanistern und PET-Flaschen. Das Schlimme daran: Plastik baut sich nicht ab, ist 500 Jahre haltbar. Aus den riesigen Plastikmassen im Meer bilden sich durch Meeresströmungen Inseln, genannt “Plastic Islands”, die riesige Flächen im Ozean einnehmen.

Momentan wird davon ausgegangen, dass es fünf dieser Plastikinseln gibt: Im Nord- und Südpazifik, im Nord- und Südatlantik und im Indischen Ozean. Drei der Insen sind wissenschaftlich belegt. Die Insel im Nordpazifik zum Beispiel besitzt eine Fläche von 700.000 Quadratkilometern. Eine Fläche, so groß wie ganz Europa!

Die Folgen der Umweltverschmutzung sind verheerend: Seehunde bleiben in Getränkekästen stecken, Fische und Delphine verenden in Nylonnetzen, die durch das Meer treiben, Seevögel strangulieren sich in den Platik-Trägern von Bierdosen-Sixpacks und viele Unterwasserbewohner fressen die Plastikstücke und verhungern elendig.

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Aber nicht nur das direkte Wegwerfen von Plastikmüll ist ein Problem. Denn Plastikmüll kann auf verschiedenen Wegen ins Meer gelangen. Was kaum einer weiß: Tägliche Produkte, die wir nutzen sind ebenfalls daran Schuld. Ob Peeling, Zahncreme, Duschgel oder Kontaktlinsenreiniger. Viele enthalten winzig kleine Plastikkugeln, die über das Abwasser ins Meer gelangen.

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Auch Fasern wie Polyacryl oder Polyester aus Kleidungsstücken gelangen ins Abwasser. Rund 2000 Kunstfasern sind es, die pro Waschgang ins Meer gelangen, weil sie von den Kläranlagen nicht zurückgehalten werden können.

Die schädlichsten Inhaltsstoffe in Kosmetikartikel sind Mineralöle wie Propylene Glykol und Polyethylen Glykol (PEGs), Paraffin oder Benzol. Diese Stoffe bauen sind unendlich langsam ab und werden mit diversen Gesundheitsprobloemem in Zusammenhang gebracht: Von Hautirritationen bis hin zu Organschäden.

>>> Wie gelangt der Müll ins Meer? Hier gibt es eine Infografik vom WWF!

Was Ihr für Eure Gesundheit und für das Meer tun könnt, ist im Alltag relativ simpel: Denn wer sich ein bisschen mit dem Thema befasst, kann Produkte die Plastik enthalten vermeiden. Stoffbeutel beim Einkaufen, Wasserflaschen statt Plastikflaschen und Bio-Kosmetikprodukte, die keine Plastikanteile haben, machen schon viel aus. Auch bei der Kleidung hilft ein Blick auf den Waschzettel, denn hier steht drauf, aus welchem Material die Kleidung ist. Alle künstlichen Stoffe einfach hängen lassen und auf Baumwolle, Leinen oder Seide zurückgreifen. Sieht nicht nur besser aus sondern stinkt auch nicht wie viele synthetische Produkte!

Mittwoch, 31. Juli 2013