Left Boy ist der Cro der Österreicher

Wir haben unseren Journalisten-Freund vom österreichischen The Gap Magazin um Left Boy-Geheimnisse gebeten und freuen uns über ein paar Antworten. Erfahrt hier mehr dazu!

Stefan Niederwieser ist der österreichische Journalist, der den Traum lebt. Er trifft sich regelmäßig mit den Stars und stellt ihnen die relevanten Fragen. Im Zuge unserer Österreich Woche, haben wir um Antworten von Left Boy gebeten. Diese junge Hype Maschine ist mit 18 nach New York gezogen und hat für ein Tontechnikstudium seine Heimat, Wien verlassen. Er ist der Casper und Cro der Österreicher!

Stefan fragt: Was beeinflusst Dich?

Anfangs war einer meiner größten Einflusse mein Bruder Toni, der mir Wu Tang, Oxmo Puccino oder De La Soul vorgespielt hat. Atmosphere, Ugly Duckling und Daft Punk kamen dazu. Meine Eltern hörten viel Weltmusik, aus der ich mir auch manchmal Samples geklaut habe – Edith Piaf, Nina Simone, Oumu Sangare, Gypsy Kings, Klassik, es gibt überall tolle Anregungen. In meiner Musik kann man viele meiner Vorlieben erkennen.

>>> Star-Battle: Casper vs. Cro

Stefan fragt: Wie sieht dein Studio denn aus? Vintage-Synths? Teure Kompressoren? Ein Laptop?

Ich hab über die Jahre viel Equipment aufgekauft und eine Sammlung aufgebaut um letztlich festzustellen, dass ich nur einen Laptop, zwei Lautsprecher, ein Mikrophon und ein Midi-Keyboard brauche. Damit reise ich auch. Obwohl auf „Outro“ auch unzählige Synths sind. Für den Mixdown hab ich seit neustem kompetente Verbündete. Wenn ich ein Album rausbringe müsste ich noch einige der Lieder tweaken aber das mach ich wenn es soweit ist.

Stefan fragt: In New York hast du eine ganz andere Welt kennen gelernt, oder?

Ich habe in Wien in der amerikanische Schule gelernt und bin in einem behüteten Umfeld aufgewachsen. In New York war es das komplette Gegenteil, viele meiner Freunde hatten echte Existenzsorgen, konnten es sich nicht leisten ins Kino oder in ein Restaurant zu gehen. Manche hatten Gefängnis hinter sich wegen Drogen oder Gewalt. Das hat mir die andere Seite des Lebens gezeigt. Die Einblicke dieses Jahres waren sehr wichtig für mich. Danach bin ich versuchsweise wieder nach Wien und hab mich, als die Wohnung frei wurde, endgültig für New York entschieden. Es ist die Höhle des Löwens und dort sollte man sein wenn man es ernst meint.

Stefan fragt: Woher kommt diese Art von dir zu singen, zu rappen, dieses hybride Englisch?

Das ändert sich bei mir immer wieder. Es macht mir Spaß zu experimentieren. Das Hauptaugenmerk liegt bei mir auf dem Flow und dann geh ich stundenlang im Kreis herum und füge einzelne Worte und Sätze hinzu. Ich versuche etwas stimmiges zu entwickeln das aus mehreren Komponenten besteht.

Wir feiern den Left Boy-Flow und sagen Danke an unsere Freunde in Österreich!

>>> Lest hier das komplette Interview!

Montag, 12. August 2013