Pussy-Riot-Mitglied Nadjeschda Tolokonnikowa im Hungerstreik!

Jetzt tauchte ein Brief der Pussy-Riot-Aktivistin auf, der zeigt, wie unmenschlich es in der Strafkolonie in Russland zugeht.

Vor einem Jahr war Nadjeschda Tolokonnikowa wegen Rowdytum auf der Grundlage religiösen Hasses zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Jetzt schreibt sie, wie es wirklich ist in der sogenannten “Besserungskolonie”. Der Brief wurde auf der Webseite der Band veröffentlicht.

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16 bis 17 Stunden Arbeit am Tag und das wochenlang, ohne einen Tag Pause. Schlafen dürfe sie im besten Fall vier Stunden. Alle sechs Wochen gebe es einen Tag frei. Die Lagerführung würde Häftlinge nötigen und viele dazu zwingen ein Dokument zu unterschreiben, dass sie die Arbeitsbedingungen von sich aus so wollen. In der Schneiderei müssen Frauen 150 Polizeiuniformen in einer Schicht nähen.

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Wer da nicht mitmacht, dem blüht nichts Gutes. Den Frauen wird dann verboten auf Toilette zu gehen! Oder zu essen! Oder sie muss draussen schlafen. Die Strafkolonie sei “das brutalste Regime”.

Nadjeschda Tolokonnikowa tritt nun den Hungerstreik an. Unbefristet. „__Hungerstreik ist das äußerste Mittel, ich sehe aber keine andere Möglichkeit mehr, um aus dieser Lage herauszukommen__.“

Dienstag, 24. September 2013