Barilla gegen Homosexuelle: "Die sollen andere Nudeln essen"

  • Out & Proud: Diese Stars sind offen homosexuell

  • Der frühere Grey's Anatomy-Schauspieler T.R. Knight hat's in einem Interview mit People verraten.

  • Die wunderschöne Amber Heard ist der Meinung, dass man dazu stehen sollte, wer man ist.

  • "Ich bin schwul, und das ist auch gut so." Diese Satz von Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit ist legendär.

  • Cynthia Nixon hat im Mai ihre Freundin Christine Marinoni geheiratet. Vorher hatte sie lange eine Beziehung mit einem Mann.

  • Ihren Eltern verriet Glee-Star Jane Lynch nichts von ihrer Homosexualität, bis sie 32 war.

  • 2010 ließ Ricky Martin die Katze aus dem Sack: "Ich bin stolz, sagen zu dürfen, dass ich ein glücklicher, homosexueller Mann bin."

  • Von Paris will er nix. Erst nach seinen Auftritten bei American Idol bekannte sich Adam Lambert zur Homosexualität.

  • Boy George findet, dass man dazu bereit sein muss, sich der Öffentlichkeit zu öffnen.

  • Emmy-Gewinner Kurt Hummel aus Glee spielt in der Serie einen schwulen Charackter.

  • Schon 1995 erschien Michael Stipe, Sänger von R.E.M. auf dem Cover des 'Out Magazine'.

  • 2006 hat Lance Bass öffentlich gemacht, dass er schwul ist. Kein leichter Schritt für einen ehemaligen Boyband-Star.

  • How I Met Your Mother-Fiesling Neil Patrick Harris hat Zwillinge mit seinem Partner David Burtka.

  • Schon 1976 erklärte Sir Elton John dem Rolling Stone, dass er bisexuell sei. Inzwischen hat er sich allerdings auf Männer festgelegt.

  • Ellen DeGeneres hat ihre Freundin Portia De Rossi dazu ermutigt, sich zu outen.

  • Big Band Theory-Star Jim Parsons hat in einem Interview mit der New York Times erzählt, dass er schwul ist.

  • Für Jesse Tyler Ferguson, bekannt aus Modern Family war seine Homosexualität nie eine große Sache.

  • Es ist schon eine Weile her, dass Rosie O'Donnell sich geoutet hat. Nun ist sie glücklich mit ihrer Freundin Michelle Rounds.

  • Erst kürzlich verriet Frank Ocean, dass er einen seiner gefühlvollen Songs einem Mann gewidmet hat.

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    Nudeln für alle? Nicht bei Barilla. Der Pasta-Hersteller will die traditionelle Familie am Herd sehen. Homosexuelle dürfen andere Nudelmarken essen.

    Vater, Mutter, Kind. Das ist das Bild, das der italienische Pasta-, Brot und Kekshersteller Barilla im Kopf hat, wenn er an die perfekte Familie denkt, und so sollen bestenfalls auch die Kunden aussehen. Vater, Vater, Kind oder Mutter, Mutter, Kind kommen in Barillas Welt nicht vor.

    Ein Radiointerview mit Guido Barilla schlägt derzeit hohe Wellen, nicht nur in Italien. Weltweit berichten Medien darüber, wie der Nudel-Tycoon bei Radio24 ausschloss, jemals eine Regenbogenfamilie in seiner Werbung zu zeigen. “Für uns ist das Konzept der heiligen Familie ein fundamentaler Wert in der Firma”, sagte Guido Barilla in dem Interview. Und weiter:

    “Wenn ihnen unsere Pasta gefällt und unsere Botschaft, ok. Wenn nicht, sollen sie eben andere Nudeln essen. Man kann nicht immer allen gefallen.”

    Weiter ließ sich Herr Barilla darüber aus, dass er ja nicht gegen die Homo-Ehe sei, aber gegen das Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Klare Sache, dass es nicht lange dauerte, bis auf Twitter ein Shitstorm gegen den Nudelmann und seine Firma losbrach. Mit #boicottabarilla oder #boycottbarilla versehene Tweets riefen dazu auf, keine Produkte mehr von Barilla zu kaufen. Sogar aus der Politik kam mittlerweile Kritik an dem kurzsichtigen Schubladendenken Barillas. “Hier sehen wir ein weiteres Beispiel für Homophobie italienischer Art”, sagte Alessandro Zan, der als Abgeordneter der linken SEL-Partei im italienischen Parlament sitzt.

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    Barilla bemühte sich anschließend um Schadensbegrenzung, aber auch eher halbherzig. Es tue ihm leid, wenn der die Gefühle von jemandem verletzt habe, ließ Guido Barilla mitteilen. Klingt eher nach “Basta!”, als nach einer echten Entschuldigung.

    Freitag, 27. September 2013