Der gute Monat: "Fuck For Forest" - Pornos für den guten Zweck

So kann man auch Gutes tun. Erfahrt mehr über die Organisation, die mit Pornos den Regenwald retten will.

“Fuck For Forest” – Der Name sagt es eigentlich schon. Diese norwegische Organisation hat Sex nicht nur zum Spaß, sondern für den Regenwald. 2004 gründeten Leona Johansson und Tommy Hol Ellingsen “Fuck For Forest”. Mit ihrer Idee landeten sie 2012 sogar in Form eines gleichnamigen Spielfilms in den Kinos.

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Doch wie will man mit Sex dem Regenwald helfen? Die Idee ist eigentlich raffiniert: “Fuck For Forest” ist im Prinzip eine klassische Pornoseite mit Sex-Videos und -Fotos, dessen Inhalte angemeldete User sich entgeltlich ansehen können. Die Erträge wandern allerdings nicht in die dicke Tasche der Website-Hosts, sondern gehen an den guten Zweck.

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Im ersten Jahr machte “Fuck For Forest” mit ihren wohltätigen Schmuddel-Inhalten 100.000 US-Dollar. Allerdings wollten die großen Organisationen wie der “Rainforest Foundation Fund” oder der “WWF” ihre Spenden nicht annehmen. Seither arbeitet “FFF” (so die offizielle Abkürzung von “Fuck For Forest”) Eingeborenen der Costa Rica oder dem Brasilianischen Regenwald zusammen.

Mit verschiedenen Guerilla-Aktionen machte “Fuck For Forest” immer wieder auf sich aufmerksam. In ihrem Entstehungsjahr stürmten beispielsweise zwei ihrer Mitglieder die Bühne eines norwegischen Festivals, um sich vor den Augen aller Zuschauer gegenseitig zu beglücken. Gegen die Gruppe wurden rechtliche Schritte eingeleitet. Schließlich entschied “FFF” sich dazu, nach Berlin zu ziehen und seine Zelte hierzulande aufzuschalgen.

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Wie man zu der Idee steht, hängt wahrscheinlich stark davon ab, wie man zu Pornografie im Allgemeinen steht: Geht man davon aus, dass die Beteiligten vor der Kamera dabei Spaß haben, sich frei fühlen und die Vereinigung zweier Menschen auf ganz natürliche (zuweilen vielleicht auch animalische) Weise zelebrieren, ist es nur löblich und raffiniert, mit dem Konsum und der Popularität des filmischen oder fotografischen Produkts Mutter Natur helfen zu wollen. Findet man Pornos abstoßend, ist das Ganze natürlich logischerweise auch moralisch verwerflich.

Wir müssen zugeben: Die Idee ist smart. Die ganze Welt surft auf XXX-Seiten rum und gibt ein Heidengeld dabei aus – Mit “Fuck For Forest” tut die geile Menschheit 2.0 wenigstens beim Masturbieren noch was Gutes.

Wie steht Ihr dazu? Total bescheuert und verwerflich oder genial?

Sonntag, 20. Oktober 2013