Jared Leto und Michael Douglas - Homophobe Dankesrede?

Eigentlich sollten sie Vorbilder der LGBT-Bewegung sein, aber ihre Reden bei den Golden Globes waren vor allem geschmacklos. Hier gibt's die ganze Story.

Au weia – haben Jared Leto und Michael Douglas mit homophoben Witzen etwa ihre eigene Dankesrede überschattet? Es scheint als seien die beiden über’s Ziel hinaus geschossen, als sie beim akzeptieren ihrer Awards vor allem auf plumpe Witze setzten.

Beide Schauspieler wurden für ihre herausragenden Leistungen in zwei sehr verschiedenen Filmen ausgezeichnet. Leto spielt in “Buyers Club” Rayon, eine transgender Frau, die an AIDS leidet und Douglas spielt Liberace in “Zuviel des Guten ist Wundervoll” einen schwulen Starpianisten, der eine Beziehung zu einem jüngeren Mann (Matt Damon) eingeht.

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Nun sollte man meinen, dass sowohl Jared Leto als auch Michael Douglas ihre Filmrollen mit Respekt behandeln würden – stattdessen waren ihre Witze auf der Bühne ziemlich daneben.

Jared Leto fing erstmal mit Witzen über seine körperliche Verwandlung an:

“Ich habe keine Prothesen in diesem Film benutzt. Dieser kleine, brasilianische, runde Hintern war meiner. Es war eine sehr transformative Rolle. Ich musste mich gut vorbereiten. Eine Sache war, dass ich meinen kompletten Körper waxen musste, auch meine Augenbrauen”.

Während Leto mit diesen Aussagen auf Lacher hoffte, machte er sich (unabsichtlich?) über ein Thema lustig, was vielen Transgender-Menschen große Probleme bereitet: Das eigene Körperbild und die ständige Arbeit, es zumindest für sie erträglich zu machen.

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Michael Douglas erklärte die Rolle des Liberace in seiner Rede zwar als großes Geschenk, ließ es sich aber dennoch nicht nehmen, darüber zu witzeln, ob Co-Star Matt Damon “Oben oder unten” von seinem Award abhaben wolle.

Was meint ihr? Sollten gerade die Vorbilder der LGBT-Bewegung besser auf ihre Wortwahl achten, oder sind Witze hier noch erlaubt? Wir finden, ein gesundes Maß an Sensibilität sollten gerade Personen, die ein öffentliches Sprachrohr sind, mitbringen.

Montag, 13. Januar 2014