Unglaublich: Bald Geldstrafe für Schulschwänzer?

Wer nicht zur Schule geht, soll in Zukunft zahlen! Warum wir nichts von dieser Idee halten, lest Ihr hier.

Schuleschwänzen ist an deutschen Schulen ein echtes Problem: Nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes gehen mehr als 200.000 Kinder und Jugendliche nicht zum Unterricht und das jeden Tag! Nun sollen die säumigen Schüler zur Kasse gebeten werden: 150 Euro sollen die Familien der Schulschwänzer auf den Tisch blättern, wenn diese mehr als zwei Tage unentschuldigt nicht beim Unterricht auftauchen.

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Erziehungsmaßnahme oder einfach nur Geldmache? "__Die Bereitschaft, etwas an seinem Verhalten zu ändern, ist dann am größten, wenn es ans Geld geht.__“, sagte SPD-Politiker Joschka Langenbrinck in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Ob eine Geldstrafe allerdings die Bereitschaft von jungen Menschen, zur Schule zu gehen wirklich ändert, halten wir für fraglich. Denn wenn Schüler unter Zwang ins Klassenzimmer getrieben werden, sind die Gründe dafür, warum sie der Schule fern bleiben, noch lange nicht beseitigt!

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Trotzdem wird ernsthaft darüber diskutiert, die Geldstrafe für die Schulschwänzer nun in ganz Deutschland einzuführen: “Wir dürfen Schulschwänzer nicht mit Samthandschuhen anfassen. Hier helfen nur harte finanzielle Strafen.”, sagte Hans-Peter Meidinger, Chef des Deutschen Philologenverbandes, gegenüber BILD. Ja, wir finden auch, es muss sich etwas tun. Dass eine Geldstrafe jetzt die Probleme in deutschen Klassenzimmern lösen soll, halten wir allerdings für zu kurz gedacht. Denn Blaumachen soll nicht eine Frage des Geldbeutels sein, so nach dem Motto “Kannst du dir Schwänzen heute leisten?”.

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Viel mehr müssen die Ursachen und Hintergründe des Schulschwänzens diskutiert und das Problem damit an der Wurzel gepackt werden: Warum machen so viele Schüler blau? Warum werden sie mit ihren Problemen, ihrem individuellen Lernstand, ihren Interessen nicht in der Schule abgeholt? Kann Bildung auch spannend, cool, interessant, modern rübergebracht werden? So cool, dass die Quote der Blaumacher schrumpft? Immerhin räumt Medinger ein: “Aber wir müssen auch mit Sozialarbeitern in die Familien gehen und ihnen den Wert von Bildung vermitteln.

Was haltet Ihr von der Idee, Schulschwänzern finanzielle Strafen aufzuerlegen? Diskutiert mit uns bei Facebook und Twitter!

Dienstag, 28. Januar 2014