Haftbefehl vs. Fabian K. Giersdorf (CSU) - führt der Song-Beef zum großen Rechtsstreit?

    Das findet Haftbefehl so gar nicht lustig, denn mit seinem Songtitel "Chabos Wissen, Wer Der Babo ist" wird jetzt für die CSU geworben.

    Spätestens seit “Babo” 2013 zum Jugendwort des Jahres gekürt wurde, kennt auch Fabian K. Giersdorf den Ausdruck. Jetzt wirbt der CSU Politiker damit sogar auf seinem Wahlplakat zur Kommunalwahl in Bayern.

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    Allerdings ohne Zustimmung von Rapper Haftbefehl., von dem der Song “Chabos Wissen, Wer Der Babo ist” stammt. Grund genug sich zu ärgern und seinen Anwalt einzuschalten. Verfolgen konnten die Haftbefehl-Anhänger den Beef über Facebook:

    “Servus Leute, ich habe gerade das Wahlplakat von Fabian K. Giersdorf gesehen und frage mich, wie man meinen Songtitel ausnutzen kann, um neue Wähler für sich zu gewinnen? Abgesehen davon wurde bei mir nach keiner Freigabe gebeten! Herr Giersdorf – die Tage erhalten Sie Post von uns… Habt einen entspannten Abend meine Freunde!”

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    Neben tausenden von Likes hagelt es aber auch Kritik von den Fans. So schreibt Cansu Bardey zum Beispiel: “Rappt immer gegen die Polizei, will aber jetzt selbst jmd anzeigen xD lol”, Ferdinand Magvas schreibt: “Lass den doch! Was willst den jetzt ankacken nur weil er deinen Titel geil findet? Freu dich lieber das es so gut ankommt!”.

    Auch Fabian K. Giersdorf nimmt mittlerweile Stellung zum Facebook-Beef:

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    “Hallo Facebook – vielen Dank für euer reges Feedback. Vor allem positive und konstruktive Kritik habe ich mir sehr zu Herzen genommen. Dennoch möchte ich einige Dinge klarstellen: Der Sinn des Spruchs war es augenzwinkernd junge Wähler auf Kommunalpolitik aufmerksam zu machen – das habe ich wohl geschafft. Dieser Satz steht mittlerweile auch durch die Wahl von “Babo” zum Jugendwort des Jahres ohne Haftbefehls Song für sich; vom Text des Orginalsongs distanziere ich mich deutlich. Vielleicht bin ich schon bald das neue Gesicht auf der Kinderschokolade."

    Was meint Ihr: ist es okay mit Songtiteln und -texten für politische Kampagnen zu werben – auch ohne Zustimmung des Künstlers?

    Mittwoch, 05. Februar 2014