Adventure Weeks: Roofing

Roofer sind süchtig nach illegalen Aussichtspunkten auf Wolkenkratzern. Wir haben die bisher heftigste Aktion zweier Russen für Euch im Detail: Die Besteigung des zweithöchsten Gebäudes der Welt!

Schon nachdem er den Kölner Dom oder die uralten Pyramiden Ägyptens bestieg, galt der Russe Wadim Machorow als eine Art Legende unter den Adrenalienjunkies und Freigeistern. Mittlerweile sind Machorow und seine Reisegefährten nicht mehr zu bremsen – sie wollen ganz nach oben. Leider geht das nicht auf legale Art.

Neben dem sportlichen Aspekt und dem Verlangen nach Freiheit, liegen wahrscheinlich genau da die Reize des sogenannten Roofing: Ohne Seilsicherung werden extrem hohe Gebäude erklommen, um danach Fotos und Videos der waghalsigen Aktionen ins Netz zu stellen. Je atemberaubender die Ausblicke, desto höher die Klickzahlen. Der wohl heftigste Stunt der crazy Russen war die Eroberung des Shanghai Towers in China.

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Dieser ist mit seinen 632 Metern nach dem Burj Khalifa in Dubai (828 Meter) das zweithöchste Gebäude der Welt. Da Makhorov und Raskalov für ihre ungesicherten Aktionen sowieso keine Genehmigungen bekommen würden, besteigen sie die Türme immer illegal.

Trotzdem gehen sie nie ganz unvorsichtig vor. “Wir planen die Aufstiege immer im Voraus”, sagte Raskalov in einem Interview mit dem ‘Stern’. “Wir finden heraus, wo die Überwachungskameras sind. Und wenn wir in Baustellen-Gebäude gehen müssen wir vorher herausfinden, wo die Treppen dort sind und ob sie begehbar sind.”

Wenn der Aufstieg beginnt, kann es mehrere Stunden dauern, bis die Spitze erreicht ist. In Shanghai kletterten die zwei Jungs nachts über die Absperrungen, marschierten die Treppen des Gebäudes hoch, bis sie am frühen Morgen oben angekommen waren. Schon die pausen zwischendurch sind nichts für schwache Nerven: Dann werden die Beine über dem Abgrund gebaumelt oder ein bisschen auf der Brüstung balanciert. Schließlich liegt ja nur der sichere Tod unter ihnen.

Nicht, dass das reichen würde. In Shanghai war die Spitze des Turmes nicht genug, sondern auch der Baukran, der auf dem Gebäude steht, musste bezwungen werden. Ohne Sicherung klammern sie sich an ein dünnes Gitter, durch welches gerade so die Finger passen. Ganz offensichtlich sind die Jungs mit allen Wassern gewaschen und fürchten sich nicht vor einem Absturz. Ganz oben angekommen wird die Aussicht sogar im stehen genossen und die Beiden klatschen sich ab – was für ein krasser Trip!

Ihr könnte die ganze Action hier auf Youtube bewundern.

Für Aktionen wie diese, saß Raskalov bereits mehrere Male im Gefängnis, da er nicht vorsichtig genug war und von Polizisten festgenommen wurde. Allerdings sind die Behörden mit solchen “Kriminellen” oft überfordert, da sie so etwas noch nie erlebt haben und die Strafen fallen dadurch sehr gering aus. Was haltet ihr von diesem “Sport”? Genial oder wahnsinnig?

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Dienstag, 01. April 2014